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Landrat erfreut, dass sich Niedersachsen einer dreispuriger Stromautobahn entgegenstellt

„Das nenne ich erheblichen Rückenwind“

Hameln-Pyrmont / Hannover. Dass die Stromtrasse Suedlink möglicherweise als sogenannte Stromautobahn, also in mehreren Reihen, gebaut werden könnte (wir berichteten), ruft die Landesregierung auf den Plan. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne), der für die Raumordnung zuständig ist, lehnt ein derartiges Szenario komplett ab: „Drei Masten nebeneinander sind nicht raumverträglich und politisch nicht durchsetzbar.“ Das Land werde größten Widerstand leisten und sich dafür einsetzen, den Suedlink auf kompletter Länge in Erdverkabelung auszuführen.

veröffentlicht am 11.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Das nenne ich erheblichen Rückenwind“, begrüßt Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels (SPD) die Erklärung Meyers. Die Landesregierung habe erkannt, dass nicht nur die aktuelle Trasse – die schon für sich genommen einen enormen Eingriff darstelle – sondern auch bereits die in den Planungen befindliche Folgetrassen automatisch dem Verlauf der ersten Trasse folgen würden. Die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort, das Landschaftsbild und die Entwicklungsmöglichkeiten ganzer Regionen seien massiv und nachhaltig.

Anlass für die Sorgen des Ministers, welche auch die von den Trassenplanungen betroffenen Kommunen teilen, ist das sogenannte Netzentwicklungsprogramm. Es enthält Szenarien, nach denen bis 2024 drei Leitungen und bis 2034 sogar deren fünf notwendig sein könnten. Die Stromautobahn wäre dann rund 150 Meter breit. „Im Netzentwicklungsplan sind bisher drei Leitungen beantragt, aber nur zwei von der Bundesnetzagentur bestätigt und vom Gesetzgeber verankert“, sagt Ulrike Hörchens, Sprecherin bei Tennet. Sollte die Netzagentur in der Zukunft weiteren Übertragungsbedarf sehen, werde man vor einem Neubau Möglichkeiten ausschöpfen, bestehende Infrastruktur zu optimieren. Komme es trotzdem zu Neubauten, seien die mit einem vollständig neuen Planungsverfahren verbunden. Diesem Szenario allerdings trauen Meyer und Bartels nicht. Der Grund ist das sogenannte Bündelungsgebot. Es besagt, dass Leitungen vornehmlich dort gebaut werden sollen, wo schon welche bestehen.red



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