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Das brasilianische Grinsen

WESERBERGLAND. Vassili Golod ist Sportfan durch und durch. Als Florettfechter zählt der Bad Pyrmonter zudem auf Landesebene zu den Spitzensportlern. Jetzt hat sich für den 23-Jährigen ein Traum erfüllt: Mit dem Social-Media-Team der deutschen Olympiamannschaft reiste er nach Rio de Janeiro. Der Dewezet schickt er nun regelmäßig „Post aus Rio“:

veröffentlicht am 03.08.2016 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

Vassili Golod
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Erinnern Sie sich noch an das Finale der Fußball WM 2002? Damals standen sich Brasilien und Deutschland in Yokohama gegenüber. Ich weiß, es ist lange her. Aber dieses Spiel und das gesamte Turnier haben mein Bild von Brasilien und „den Brasilianern“ entscheidend geprägt. Während die Deutschen verbissen versuchten das Duell für sich zu entscheiden, überzeugten die Brasilianer durch ihre mitreissende Spielfreude. Noch immer sehe ich Ronaldos breites Grinsen nach dem 2:0 vor mir. Es war ein kindliches Grinsen. Ein Grinsen, das Begeisterung transportierte. Dieses Grinsen würde heute auch Rio de Janeiro gut stehen. Aber von Begeisterung ist kurz vor Beginn der Olympischen Spiele noch wenig zu spüren. Es ist fast so, als hätte jemand die Handbremse angezogen. „Enjoy Rio, enjoy the Games“, bekommt man an jeder Ecke zu hören. Die Menschen hier sind herzlich, sie wollen gute Gastgeber sein. Grinsen können viele aber nicht. Zu groß sind die wirtschaftlichen und politischen Probleme in ihrem Land. Und genau hier liegt das Problem, sagte mir gestern ein junger Mann, der als ehrenamtlicher Helfer im Olympischen Dorf arbeitet. „Wir lieben Sport und wir freuen uns auf die Spiele – aber vielen Menschen fällt es schwer die Spiele losgelöst von den politischen Schwierigkeiten zu betrachten.“ Er selbst kann das und freut sich besonders auf Super-Sprinter Usain Bolt. Und als er mir das erzählt, blitzte es kurz wieder auf: das brasilianische Grinsen. Vielleicht nicht so breit, wie damals bei Ronaldo. Aber breit genug, um die Leidenschaft und die Begeisterung für den Sport zu vermitteln. Das macht Hoffnung – auf ein internationales Sportfest, das auch die Gastgeber genießen können.



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