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Bennigsens Gesangstalent Jamie-Lee Kriewitz über ihren TV-Sieg und ihr Führerschein-Problem

„Das bin einfach ich“

Bennigsen. Ein Problem hatte sie dann doch noch nicht gelöst, gestern Nachmittag, Stunden nach dem Jubel über ihren Sieg. „Eigentlich“, sagt Jamie-Lee Kriewitz, „wollte ich ja gar keinen Führerschein machen.“ Dabei hat sie so ein schickes Auto gewonnen zum neuen Plattenvertrag – als Siegerin bei der TV-Musikshow „The Voice of Germany“. Die Bennigserin, die in Hameln zur Berufsschule geht, lacht: „Vielleicht verkaufe ich es auch einfach.“

veröffentlicht am 24.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Lachen, weinen, zittern, jubeln – es sind emotionale Stunden, die hinter der 17-Jährigen liegen. So richtig fassen kann sie ihren Sieg mit der klaren Entscheidung der Fernsehzuschauer noch nicht: „Ich bin immer noch geschockt.“ Und weil das noch nicht reicht, kommt noch ein Gefühl dazu: „Klar bin ich auch traurig, dass es mit der Show nicht weitergeht. Es hat so Spaß gemacht mit allen.“

Am späten Donnerstagabend nach dem Finale wurde sie erst mal gebremst – der Jugendschutz: Erst sang sie noch schnell ihre Sieger-Single „Ghost“, dann ging es um Punkt 23 Uhr runter von der Bühne. Dass sie oben nicht mehr mitfeiern konnte, ist für Kriewitz in Ordnung: „Das hat mir gutgetan. Ich musste mich erst mal hinsetzen, was trinken.“ Fans, Coaches und Fachleute waren auch gestern voll des Lobes für die Auftritte der Jugendlichen. Und sie selbst? Ist auch zufrieden, im Großen und Ganzen. Trotzdem hat sie sich geschworen: „Ich werde mir meine Auftritte später nicht mehr angucken. Ich versaue mir das sonst, wenn ich noch Fehler entdecke.“

Zwei Dinge sind es, die Kriewitz in den vergangenen Wochen bundesweit berühmt und beliebt gemacht haben. Ihre Stimme – und ihr Outfit. „Decora Kei“ nennt sich der Stil, in dem sie sich kleidet – schrill und farbenfroh. Und jetzt? Endlich mal Jeans und T-Shirt? Kriewitz winkt ab: Privat trage sie die Kleidung ohnehin nur zu besonderen Anlässen. Und sonst? „Das bin einfach ich. Das ist meine Marke geworden – neben meiner Stimme.“ Beides zusammen soll sie jetzt ihrem Traum näherbringen: ein Star zu werden im „K-Pop“, der koreanischen Pop-Musik. Für Kriewitz ist das mehr als eine fixe Idee: „Ich hatte sowieso vor, länger da zu leben.“

Bevor es weit weg geht, geht es erst mal in die Heimat: An den Festtagen will Kriewitz’ Familie mit ihr die Korken knallen lassen. Bürgermeister Volker Gniesmer schwärmt gar schon von einem Fest für die Stimme Bennigsens. Die bleibt vor Weihnachten noch ein paar Tage in Berlin – bei den Proben für die große Deutschland-Tour mit den anderen Kandidaten, die noch in diesem Jahr beginnt. Danach kommt die nächste Single, die Vermarktungsmaschinerie läuft auf Hochtouren.

Und Jamie-Lee Kriewitz? Die ist bei all dem Stress noch so gar nicht in festlicher Stimmung: „Eigentlich mag ich Weihnachten schon. Aber im Moment …“

Für das Konzert mit Jamie-Lee Kriewitz am Samstag, 9. Januar, ab 19.30 Uhr in der „Swiss Life Hall“ in Hannover gab es gestern noch einige Eintrittskarten.



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