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Mit moderner LED-Beleuchtung lässt sich gleich mehrfach Geld sparen

Darum lohnt sich der Wechsel

Warm ist es ja, das Licht, mit dem eine herkömmliche Glühbirne einen Raum erleuchtet. Warm ist aber auch die Lampe als solche, denn: Bis zu 95 Prozent der Energie werden nicht in Form von Licht, sondern als Wärme an die Umgebung abgegeben. Zu viel, beschloss die Europäische Union und drehte der Glühbirne den Strom ab. Auf dem Markt kämpfen nun noch Halogen, Energiespar- und LED-Lampen um die Gunst der Konsumenten. Neonröhren sollen hier außer Acht gelassen werden, weil sie eher selten den Weg ins heimische Wohnzimmer finden und auch nicht gerade für ihre angenehme Lichtstimmung bekannt sind.

veröffentlicht am 07.04.2015 um 18:08 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Jobst Christian Höche
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Ein guter Anfang schien gemacht, als in den 1980er Jahren die ersten Energiesparlampen auf den Markt kamen. Der damals noch sehr stolze Preis fiel im Laufe der Jahre stark, sodass diese Lampen heute fast in jedem Haushalt zu finden sind. Gegenüber der herkömmlichen Glühbirne verbraucht dieser Typ Lampe rund 80 Prozent weniger Energie. Doch es gibt auch Nachteile dieser Technik: So dauert es je nach Hersteller bis zu einer Minute, bis die Lampe nach dem Einschalten ihre volle Leuchtkraft entwickelt hat. Nicht praktisch für jemanden, der schnell einen hellen Raum braucht. Auch in Sachen Schaltzyklen lassen diese Lampen zu wünschen übrig und sind daher eher als die Dauerläufer unter den Leuchtmitteln zu verstehen. Größte Schwäche: Die Lampen enthalten Quecksilber und schaden damit der Umwelt, wenn sie nicht über den Sondermüll entsorgt werden. Auch besteht ein Gesundheitsrisiko, wenn Lampen im Haushalt kaputtgehen.

Es sind also noch Halogenlampe und LED im Rennen um die Vormacht im Haushalt. Halogenlampen zeichnen sich gegenüber der herkömmlichen Glühbirne durch eine höhere Energieeffizienz aus. Sie hält im Schnitt auch doppelt so lange, wie eine reguläre Glühbirne, trägt aber – so wie die Energiesparlampe – auch giftige Bestandteile in sich, die der Umwelt schaden können.

Bleibt noch die LED-Lampe (Light Emiting Diode), die seit ein paar Jahren einen ähnlichen Siegeszug erfährt, wie es damals bei der Energiesparlampe der Fall war. Vorweggenommen sei, dass auch LEDs Schadstoffe enthalten, die für Mensch und Umwelt gefährlich sein können. Diese Tatsache tritt aber angesichts der bisher unerreichten Energieeffizienz und Haltbarkeit in den Hintergrund. LEDs halten im Schnitt rund 20-mal länger als eine Glühbirne, erreichen sofort nach dem Einschalten die volle Helligkeit und verbrauchen einen Bruchteil der Energie. Sie sind mittlerweile in jeder Bauform erhältlich und können damit sowohl die Halogenbirnen in der Zimmerdecke, die Birne in der Esstischlampe oder die Leuchte in der Nachttischlampe ersetzen. Das Licht der ersten Generation von LEDs war allerdings sehr kalt. Es wurde bereits nachgebessert, um einen angenehmeren Farbton zu erhalten. Die Anschaffungskosten für LED-Lampen fallen stetig: Sie kosten mittlerweile kaum mehr als Halogen- oder Energiesparalternativen. Um einen besseren Überblick über die Entwicklung der Lampen und die Möglichkeiten der Energieeinsparungen zu erhalten, haben wir die verschiedenen Lampentypen in Grafiken gegenübergestellt.

Zunehmend rüsten Kunden auf LED-Technik um, wie eine Studie belegt. Quelle: Elv / Grafik: jch

Die Wattzahl bei modernen Lampen verliert zunehmend an Bedeutung. Während sich früher die Glühbirnen nur über ihre Leistungsaufnahme und die Bezeichnung matt und klar unterschieden, muss der Kunde heute ganz andere Daten im Blick haben. Je nach Art der Lampe können Farbtemperatur und Helligkeit bei gleicher Wattzahl stark variieren. Entscheidend ist vor allem bei LEDs die Angabe der Farbtemperatur. Je niedriger, desto wärmer. Die Helligkeit, in Lumen gemessen, wird auch auf jeder Verpackung aufgeführt. Es gilt heute also, mehrfach hinzuschauen, bevor man nach einer neuen Birne greift. Doch der Wechsel lohnt sich, denn: Die gesparten Energiekosten können pro Jahr einige Hundert Euro ausmachen, wenn man die gesamte Wohnung oder das gesamte Haus auf die neue Technik umrüstet. Auch die Kosten für neue Birnen sind auf diese Weise schnell wieder drin.

Bleibt nur noch zu klären, wie die kleinen sparsamen LED-Lampen überhaupt funktionieren und worin der Unterschied zu anderen Lampen liegt. Während bei einer Glühlampe ein Draht elektrisch aufgeheizt wird, bis er zu glühen beginnt, wird bei Energiesparlampen ein Gas elektrisch angeregt, um zu leuchten. Wiederum anders funktioniert es mit LEDs, bei denen ein Halbleiter, durch das Einleiten von Energie zu leuchten beginnt. Je nach Material entsteht dabei Licht verschiedener Farbe. Auch bei dieser Art der Lichterzeugung entsteht Abwärme, die aber im Vergleich zur Glühbirne deutlich geringer ausfällt. LEDs haben damit einen höheren Wirkungsgrad, was den niedrigen Energieverbrauch erklärt.

Im Internet gibt es verschiedene Rechner, die Auskunft über die Kosten und das Sparpotenziale geben.



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