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Umweltministerium ernennt Weserbergland zur „Masterplan-Kommune“ im Klimaschutz

CO2-frei bis 2050

WESERBERGLAND. Ein politischer Ritterschlag aus Berlin fürs Weserbergland: Das Bundesumweltministerium hat die drei Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg zur Masterplan-Kommune erklärt. Das Weserbergland wird damit neben bundesweit 22 weiteren zu den „Masterplan-Kommunen“ des Bundesumweltministeriums gehören.

veröffentlicht am 27.06.2016 um 17:30 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Gerrit Brandtmann
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Das Weserbergland-Bündnis wendet 916 000 Euro inklusive 775 000 Euro Förderung aus Berlin in den nächsten Jahren auf, um eine Vorreiterrolle in Sachen CO2-Neutralität und Energiesparkurs auszubauen. Die Landräte Tjark Bartels (Hameln-Pyrmont) und Jörg Farr (Schaumburg) sowie Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, und Horst Roch, „Masterplan“-Manager für Schaumburg nannten 95 Prozent Reduktion von Treibhausgasen bis zum Jahr 2050 als Fernziel. Die erste Phase des Projektes läuft bis Juni 2020. Mit innovativen Ideen will sich das Landkreis-Bündnis an die Spitze der Klimaschutz-Bewegung stellen – so zumindest die vollmundige Ankündigung. Die Landräte streben an, erneuerbare Energiequellen um das Dreifache auszubauen und gleichzeitig auf die Akzeptanz der Anwohner Rücksicht zu nehmen. Details nannten sie dazu allerdings nicht.

Die Klimaschutzagentur Weserbergland hat gemeinsam mit den drei Landkreisen das zweistufige Bewerbungsverfahren bewältigt. „In den letzten Jahren hat sich im Weserbergland in Sachen Klimaschutz unheimlich viel getan“, meint Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland. Laut Timm soll das gesamte Weserbergland in die Planung einbezogen werden: Verwaltungen, Vereine, Verbände, die Wirtschaft und nicht zuletzt die große Öffentlichkeit. „Nur gemeinsam können wir die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen.“ Und darum sollten auch in den ersten zwölf Monaten der Pilotphase zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und AGs dazu dienen, Ideen zu sammeln und zu bündeln für den Umsetzungsprozess in den drei Folgejahren. Beim Tag der Umwelt am 18. September im Bürgergarten in Hameln wird es beispielsweise einen eigenen Informationsstand dazu geben.

Eine Masterplan-Kommune verpflichtet sich, einen erheblichen Beitrag zur Senkung der Emissionen in Bezug auf die Energiewende zu leisten. In den nächsten Jahren wird es darum gehen, die dafür notwendigen Strukturen aufzubauen und Maßnahmen zu ergreifen. Sie sollen den Klimaschutz im Weserbergland nachhaltig verankern. Es gilt, bis zum Jahre 2050 beispielhaft die von der Bundesregierung gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Hervorzuheben ist, dass die Kommunen des Landkreises, viele Verbände und Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt haben. Es wird aber auch noch manche Gelegenheit geben, sich persönlich einzubringen. Dogmatiker sind eher nicht gefragt, dafür aber freie Denker mit Engagement, Kreativität und der Fähigkeit zu Kompromissen.



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