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SPD-Haushaltsexperte Kahrs informiert sich in Emmerthal – gibt es im Juli die Chance auf Zuschüsse?

Bundespolitik blickt auf den Bückeberg

EMMERTHAL. Der Bückeberg in Emmerthal gewinnt zunehmend auf politischer Ebene überregionale Bedeutung. Nun soll sich auf Antrag von SPD-Abgeordneten im Bundestag die Große Koalition mit der Frage befassen, ob aus Berlin Geld für den Dokumentations- und Lernort fließen könnte. Entsprechende Ziele für den historischen Ort der NS-Propagandaveranstaltung „Reichserntedankfeste“ bestätigten am Mittwoch der heimische Abgeordnete Johannes Schraps und der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs.

veröffentlicht am 09.05.2018 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 10.05.2018 um 17:20 Uhr

Die bundesweite Bedeutung des Bückeberges hebt der Abgeordnete Johannes Kahrs (re.) hervor, hier vor Ort mit (v. li.) Bernhard Gelderblom, Landrat Tjark Bartels und Johannes Schraps. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Er befürworte zumindest die Pläne, sagte Kahrs, der sich nach eigenen Angaben in Berlin besonders für Kultur und Denkmalschutz einsetzt.

Zwar sei es „ehrlicherweise“ sein erster Besuch am Bückeberg, aber er unterstütze das Vorhaben von Landkreis und dem Hamelner Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte: Zeitzeugen, Berichte und Filme allein könnten das Geschehen der NS-Zeit nicht begreifbar machen – wer am Bückeberg stehe, könne eher die Hintergründe der NS-Propagandaveranstaltung „nachvollziehen“. Die Bundesregierung fördere relativ viele Gedenkstätten, sagte Kahrs. Die Kostenpläne für den Bückeberg seien überschaubar im Vergleich zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, wo inzwischen Summen zwischen 40 und 70 Millionen Euro für eine Sanierung im Gespräch seien. Für ihn sei es wichtig, dass sich der Bund neben Landkreis und Land finanziell an dem Dokumentations- und Lernort in Emmerthal – in der Regel in Höhe von 50 Prozent der Investitionskosten – beteilige. Der Bückeberg betreffe nicht nur die Region oder Niedersachsen, sondern habe bundesweite Bedeutung, sagte Kahrs.

„Der Bund steht in der Verantwortung“, meinte auch Schraps, der den Besuch von Kahrs („Unser wichtigster Haushaltspolitiker“) organisiert hatte. Über Summen wurde im Detail nicht gesprochen. Gemeinsam mit dem Landkreis wolle er klären, was den Antrag umfassen sollte, sagte der Bundestagsabgeordnete aus Groß Berkel. Für Ende Juni seien die Haushaltsberatungen der Koalitionspartner terminiert, im Juli könnte es eine Entscheidung geben. Noch am gleichen Tage veröffentlichte Schraps eine Erklärung, in der es zusätzlich heißt: „Ich bin mir sicher, dass auch die anderen Mitglieder im Haushaltsausschuss des Bundestags die bundespolitische Bedeutung des Erinnerungsortes Bückeberg sehen.“

Vor Ort hatten für den Entwurf der Jury Bernhard Gelderblom vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte („Ein ganz zarter Versuch ohne Gebäude und Museum“) und Landrat Tjark Bartels für das Projekt geworben. Zuletzt war eine Summe von 450 000 Euro im Gespräch, darunter Gelder der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und des Landkreises. Bartels verwies darauf, dass es Wünsche gebe, beispielsweise das Areal behindertengerechter zu gestalten. Den Landkreis sehe er weiter in der finanziellen Verantwortung. Bartels: „Und das ist wichtig und lösbar.“



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