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Irritation um Oberleitung nach Hameln

Bund: Es wird keine Güterhaupttrasse

HAMELN-PYRMONT/BERLIN. Will der Bund Güterzüge in großer Zahl durchs Weserbergland leiten? Diese Behauptung von Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels (SPD) kann Enak Ferlemann (CDU) nicht nachvollziehen. Der Parlamentarische Staatssekretär sieht durch den Bau einer Oberleitung zwischen Hameln und Elze Chancen für die Region.

veröffentlicht am 09.11.2018 um 13:22 Uhr
aktualisiert am 09.11.2018 um 20:20 Uhr

Während es von Hameln aus mit der Bahn „elektrisch“ gen Hannover und Paderborn geht, wird der Abschnitt nach Elze nur mit Dieselzügen betrieben. Foto: Wal
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Der Bund hat in dieser Woche die Elektrifizierung der Eisenbahntrasse von Hameln nach Elze in den „vordringlichen Bedarf“ hochgestuft (wir berichteten). Hinsichtlich des Güterverkehrs sagt Ferlemann: „Es geht nur darum, eine Ausweichmöglichkeit zu haben, falls es bei Hannover einen Stopp durch einen Unfall oder eine Reparatur gibt.“ Den Bau einer Oberleitung fordert auch Bartels. An den Plänen hat sich mit Blick ins Weserbergland außer der Priorisierung nichts geändert, betont Ferlemann. Deshalb sei es nicht zu verstehen, dass Bartels eine mangelnde Information aus Berlin beklage und die Region zum Widerstand auffordere. „Mich erstaunt, dass der Landrat nicht zum Telefonhörer greift oder uns eine Mail schickt.“ Bartels argumentiere doch sonst oft mit dem Umweltschutz. Die Bundesregierung wolle bis zum Jahr 2030 auf der Schiene vom Dieselbetrieb weggekommen sein. Hier biete die Elektrifizierung des 29 Kilometer kurzen Abschnitts bei Hameln unmittelbare Vorteile für den Personenverkehr – sogar für den Betrieb über Rinteln nach Löhne, der drahtlos bleiben soll. Auf der Fahrt nach Hameln könnten moderne abgasfreie Batteriezüge genug Strom tanken, um die Lücke zu überbrücken. Auch der Einsatz von Regionalexpresszügen zwischen Braunschweig und Hameln würde möglich; die Entscheidung läge beim Land. Im ersten Quartal 2019 will der Bund den Entwurf für das Elektrifizierungsprogramm vorlegen.

Bartels räumt ein, mit dem Bundesverkehrsministerium bislang nicht im Kontakt getreten zu sein. Erst einmal lädt er die heimischen Bundes- und Landtagsabgeordneten, Bürgermeister und Bahnausbaugegner für kommenden Mittwoch zu einem Treffen im Landtagsgebäude in Hannover ein. Vertreter von Bund, Land und Fahrgastseite sind nicht eingeladen.



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