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Ex-Residenz im Zentrum der Werbung

Bückeburg als Zugpferd für das Weserbergland

BÜCKEBURG. Laut Petra Wegener kann sich die ehemalige Residenzstadt Bückeburg jetzt besonders glücklich schätzen. Denn: „Der Festsaal von Schloss Bückeburg ziert als aktuelles Werbekampagnenmotiv das Hochglanz-Magazin ,Historisches Weserbergland‘“, berichtet die Geschäftsführerin des Vereins „Weserbergland Tourismus“.

veröffentlicht am 19.11.2018 um 18:13 Uhr
aktualisiert am 19.11.2018 um 20:40 Uhr

Der Festsaal von Schloss Bückeburg als Motiv der Werbekampagne. Foto: tw

Autor:

Thomas Wünsche
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Das sei ein enormer Wettbewerbsvorteil für Bückeburg, denn eine Vielzahl von anderen Städten im Weserbergland nutze dieses Motiv auf dem Deckblatt, um darunter für die eigenen Angebote zu werben. Das Magazin und der zugehörige „Historische Reiseplaner“ werde dem Verein mit Sitz in Hameln von Touristen nur so aus den Händen gerissen.

Wie sich Bückeburg als Mitglied der Marke„Historisches Weserbergland“, unter der Wegener als Dienstleisterin seit 2016 insgesamt 16 historische Städte und 8 historische Stätten bewirbt, verkauft – das erfuhren die Mitglieder des örtlichen Ausschusses für Kultur und Tourismus unter Vorsitz von Albert Brüggemann bei ihrem jüngsten Treffen im Rathaus. Das zweitägige Fotoshooting, das die Bilder sowohl für das Magazin als auch den Reiseplaner lieferte, hat dem Verein zufolge 10 000 Euro gekostet. In dem 58 Seiten starken Magazin ist die Stadt auf einer Doppelseite mit der Fürstlichen Hofreitschule präsent, Motto: „Bückeburg lässt die Pferde tanzen.“ Sogenannte „Top-Geheimtipps“ empfehlen Touristen darüber hinaus den Besuch von Marktplatz, Rathaus, Hubschraubermuseum, Stadtkirche, Schloss und Mausoleum.

Im zugehörigen 44 Seiten umfassenden Reiseplaner nimmt Fürstin Juliane – „Folgen Sie meinen Spuren ...“ – den Tagestouristen an die Hand: Auf der Bückeburg gewidmeten Doppelseite wird Besuchern empfohlen, vormittags zunächst Schloss und Hofreitschule zu besuchen; für mittags werden das Gasthaus „Zur Falle“ oder die „Alte Schlossküche“ empfohlen; nachmittags lotst „Weserbergland Tourismus“ die Besucher über den Harrl nach Bad Eilsen. Ein Abendessen im Restaurant „Große Klus“ soll den Tag „fürstlich abrunden“.

Johanna Harmening von der Tourist-Information zeigt’s: Der Festsaal von Schloss Bückeburg ziert das Hochglanz-Magazin „Historisches Weserbergland“. Foto: tw
  • Johanna Harmening von der Tourist-Information zeigt’s: Der Festsaal von Schloss Bückeburg ziert das Hochglanz-Magazin „Historisches Weserbergland“. Foto: tw

Wegener führt aus: „Außerdem bewerben wir Bückeburg natürlich auch im Internet – und zwar auf der Spezial-Seite www.historisches-weserbergland.de sowie auf einer Handy-App mit dem gleichen Titel.“ Bemerkenswert dabei: „Die Seite ,Historisches Weserbergland‘ hat aktuell 114 000 Zugriffe; das ist ein Plus von 40 Prozent.“ Es zahle sich also aus, dass ein Großteil der Marketingmittel in die Konzeption dieser Internetseite geflossen ist. Auf ein Rieseninteresse stoße bei Touristen auch die gleichfalls vom Verein auf der Seite www.landtour-bueckeburg.de beworbene „Landtour Bückeburg“ – ein 50 Kilometer langer Fahrrad-Rundkurs um die Ex-Residenz. „Es ist diejenige Tour in unserem Angebot, die am meisten nachgefragt wird“, berichtet die Geschäftsführerin. Auch die zweitstärkste Radtour im Portfolio des Vereins ist eine Bückeburgerin: die Rundtour „Schlösser und Herrensitze“.

Selbst an die Blogger hat sich der Verein „Weserbergland Tourismus“ auf der Suche nach Multiplikatoren herangemacht – mit Erfolg: Eine Bloggerin aus Berlin, die zahlreiche historische Stätten besuchte, postete prompt medienwirksam: „Das Schloss Bückeburg mit seiner schönen Schlossanlage und seinem originalgetreuen Innenleben kann als krönender Abschluss empfohlen werden.“

Last, but not least stellte sich mit der „Rheinischen Post“ eine große Tageszeitung in den Dienst des Werbefeldzugs des Vereins. Sie verfasste den Bericht „Ein Besuch im Schloss des Fürsten“. Wegener stellt fest: „Das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, also kostenlose Werbung von unschätzbarem Wert.

Aktuell bearbeitet „Weserbergland Tourismus“ die Großplakate, die ab Dezember in den Städten Braunschweig, Bremen, Dortmund, Göttingen, Kassel, Osnabrück und Paderborn hängen sollen – und auch dort steht mit dem aktuellen Motiv der Werbekampagne der Festsaal von Schloss Bückeburg im Mittelpunkt.

Dass sich der ganze Aufwand am Ende auszahlt, das belegten Zahlen. So sei die Zahl der Übernachtungen im Weserbergland von 2,5 Millionen im Jahre 2010 auf jetzt 2,7 Millionen gestiegen. Konkret: „Wir haben in diesem Zeitraum ein Plus von 217 000 Übernachtungen“, unterstreicht die Geschäftsführerin. Der Tourismus bringe der Region Einnahmen von rund einer Milliarde Euro im Jahr und sichere die Arbeitsplätze von 22 000 Menschen, die hier in dieser Branche arbeiten. Damit sich diese Zahlen halten, sei der ganze Werbeaufwand allerdings auch bitter nötig. „Tourismus“, so Wegener, „ist kein Selbstläufer.“



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