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Grünen-Politiker unterstützt Pläne für Lern- und Dokumentationsort in Emmerthal

Bückeberg - Trittin sieht Bund in der Verantwortung

EMMERTHAL. Bundes- und Landespolitiker bemühen sich über Parteigrenzen hinweg weiterhin um einen Schulterschluss, damit die Planungen für einen Lern- und Dokumentationsort am Bückeberg in Emmerthal vorangetrieben werden. Die überregionale Bedeutung des früheren Austragungsortes der NS-Propagandaveranstaltung „Reichserntedankfeste“ hob am Mittwoch der Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin von den Grünen hervor.

veröffentlicht am 30.05.2018 um 17:17 Uhr

Informationen vor Ort (v. li.): Anja Piel, Thomas Jürgens (Ratsherr in Emmerthal), Historiker Alexander Remmel, Jürgen Trittin und Johannes Schraps. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

„Geschichte wiederholt sich nicht, wenn man aus ihr lernt“, sagte der frühere Bundesumweltminister.

Mit seinem Besuch in Emmerthal unterstützte Trittin gleichzeitig die Landtagsabgeordnete von den Grünen, Anja Piel aus Hessisch Oldendorf. Die Fraktionsvorsitzende hatte im April den Antrag im Landtag gestellt, die Planungen für den Bückeberg zu unterstützen. „Es gibt eine sehr starke Bewegung dafür in Hannover“, sagte sie gestern. Die prominente Unterstützung aus Berlin mit Trittin wertet Piel positiv, um den Dokumentations- und Lernort auch mit bundesweitem Rückenwind möglichst schnell umzusetzen. Vor Ort waren gestern außerdem die Sozialdemokraten Ulrich Watermann (MdL) und Johannes Schraps (MdB), außerdem Landrat Tjark Bartels und Bürgermeister Andreas Grossmann.

Trittin zeigte sich gut informiert – und mehr als irritiert, dass die CDU in Emmerthal zusammen ausgerechnet mit der AfD eine Einwohnerbefragung zum Bückeberg durchgesetzt habe. Es sei für interessant zu erfahren, wie das von der CDU-Bundespartei bewertet werde. Vor allem sei es ihm aber bei seinem Besuch vor Ort darum gegangen, einen eigenen Eindruck von dem Areal zu bekommen. Trittin erinnerte daran, bereits vor einigen Wochen eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt zu haben. Sie habe es „nicht ausgeschlossen“, das Projekt Bückeberg finanziell zu unterstützen, auch wenn es primäre Aufgabe des Landes sei und ein entsprechender Antrag vorliegen müsse. „Es ging hier um ein nationales Ereignis“, sagt Trittin über die Propagandaveranstaltung der Nationalsozialisten. „Deshalb gibt es auch eine Verantwortung des Bundes.“


Ein Video gibt es im Internet unter: dewezet.de



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