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Landkreis stellt Karten online

Breitbandausbau: Bartels will anderen Kreisen voraus sein

HAMELN-PYRMONT. An sich läuft alles nach Plan, doch es gibt einen Haken beim Breitbandausbau im Landkreis: Die Kapazitäten bei Deutschlands Tiefbauunternehmen seien konjunkturell bedingt im Augenblick knapp bemessen, sagt Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels. Dabei möchte Bartels anderen Kreisen und Kommunen vorweg marschieren, bevor auch sie anfangen Gräben für den Ausbau ausheben.

veröffentlicht am 13.11.2017 um 15:45 Uhr

Ein Bagger hebt für den Ausbau von Breitband-Internet einen Graben aus. Foto: dpa
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Bartels habe „enorme Sorgen“, Unternehmen zu bekommen, die demnächst mit dem Verlegen der geplanten Glasfaserleitungen beginnen könnten. Die Zeit drängt laut Landrat: Noch in diesem Jahr sollen Verhandlungen mit möglichen Betreibern laufen, kündigt Bartels an, Anfang kommenden Jahres soll der Auftrag vergeben werden, rund 500 Kilometer Wegstrecke quer durch den Landkreis mit Glasfaserkabeln für schnelles Internet zu versehen. „Die ersten Anschlüsse werden wir 2018 tatsächlich am Netz haben“, ist Bartels überzeugt. „Die größte Ungewissheit ist aber die Frage der Bagger“, sagt er auch.

Damit es keinen Engpass bei den Tiefbauern gibt, wenn plötzlich alle anderen Kreise und Kommunen auf einen großflächigen Breitbandausbau setzen und beginnen, Gräben auszuschachten, will Bartels am liebsten vorneweg marschieren. Er habe die Hoffnung, „vor der großen Welle zu schwimmen“; noch bevor die anderen so weit sind, ihr Netz auszubauen.

Eine Förderung durch den Bund in Höhe von 15 Millionen Euro hatte der Kreistag wie berichtet abgelehnt, eine Entscheidung, in der sich der Kreis laut Landrat nach wie vor bestätigt sieht. Es hätte „hohe Hürden“ gegeben: Nachteile in den Ausschreibungsfristen und -modalitäten, in der technischen Ausführung bei der Verlegung der Glasfaserkabel und bei der späteren Verfügungsgewalt über das neue Netz. „Das ist unpraktikabel“, meint Bartels. Der Landkreis wird das 50-Millionen-Euro-Projekt ohne Bundesförderung stemmen; das Geld, so ist es geplant, soll durch die Verpachtung des Netzes auf lange Sicht wieder zurück in die Kreiskasse fließen.

Wenn es gut läuft, könne der Ausbau des schnellen Internets Ende 2019 bereits abgeschlossen sein, so Bartels. Inzwischen werden die Ausbaupläne auch für die Endnutzer immer konkreter: Seit wenigen Tagen hat die Kreisverwaltung Karten des gesamten Kreisgebiets auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Darauf vermerkt ist die voraussichtliche Lage der neuen Glasfaserleitungen. Und vermerkt sind auch die Häuser, die künftig mit einem Glasfaseranschluss im Internet surfen können – wenn es die Eigentümer denn wollen.

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