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Neugestaltung ab Sommer

Besucher-Bergwerk Kleinenbremen: Steinbruch kommt groß raus

KLEINENBREMEN. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Neugestaltung des Steinbruchs am Besucher-Bergwerk in Kleinenbremen mit etwa 90 000 Euro. Entstehen sollen dort zehn sogenannte Erlebnisstationen, darunter eine 50 Meter lange Rutsche aus Edelstahl.

veröffentlicht am 06.01.2019 um 17:58 Uhr

Wanderschuhe schnüren: Aus dem Steinbruch des Besucher-Bergwerks soll ein Erlebnisraum werden. Foto: ly

Autor:

Stefan Lyrath
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Das berichten Mirko Ignatz, Geschäftsführer von Besucher-Bergwerk und Museum, sowie Manfred Horter, der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Mit ihrem Projekt haben die Kleinenbremer erfolgreich an einem Landeswettbewerb teilgenommen.

„Aus dem Steinbruch wird ein kleiner Naturpark“, kündigt Ignatz an. Die Gesamtkosten werden auf 130 000 Euro geschätzt. Der Eigenanteil des Kreises liegt demnach bei 40 000 Euro, verteilt auf die Jahre 2019 und 2020. Bei ihrem Konzept, innerhalb von sechs Wochen neben dem Tagesgeschäft erstellt, sind die Kleinenbremer ohne Hilfe eines Büros ausgekommen. „Alles wurde aus eigener Kraft entwickelt“, lobt Horter.

Unter dem Dach des Natur- und Geoparks Terra.vita, zu dem auch die Besucher-Bergwerk und Museum gGmbH gehört, hatten sich die Kleinenbremer beim Förderwettbewerb Naturpark.2021.Nordrhein-Westfalen beworben. Sie gehören zwar nicht zu den drei Hauptgewinnern, bekommen für ihr Projekt „Tor Ost: Natur entdecken, Bergbau erfahren, Geologie erforschen“ aber ebenfalls eine Förderung.

Freude über Förderung: Das Projektteam von Besucher-Bergwerk und Museum mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, der die Bewerbung befürwortet hat. Foto: ly
  • Freude über Förderung: Das Projektteam von Besucher-Bergwerk und Museum mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, der die Bewerbung befürwortet hat. Foto: ly

„Jedes Jahr gehen mehr als 20 000 Besucher durch den Steinbruch“, rechnet Ignatz vor. Dieser soll nun zum Bindeglied zwischen Besucher-Bergwerk und Bergbaumuseum werden. „Die bereits bestehenden Wanderpfade zu den Themen Bergbau, Geologie und Natur sollen ein stärkeres Profil bekommen, den bisher noch wenig intensiv genutzten Bereich des Steinbruchs stärker in die Wahrnehmung der Besucher rücken und zu einem Erlebnisraum gestalten“, heißt es in der Bewerbung.

Ignatz rechnet damit, dass die Bauarbeiten im kommenden Sommer beginnen. Die zehn Stationen werden dann nach und nach errichtet. Sie befassen sich etwa mit der geologischen Wand, Tieren und Pflanzen, dem Transport des Eisenerzes oder früheren Kumpels, die heute als Bergführer eingesetzt sind. „Geologie, Bergbau und Erdgeschichte werden greifbar. Der Steinbruch kann mit allen Sinnen erlebt werden“, so Diplom-Museologe Ignatz. „Es soll kein Lehrpfad werden, sondern Spaß machen.“

So gelangen Besucher zum Beispiel von einer ersten Aussichtsplattform am Brecherturm, die Einblicke in die frühere Industrieanlage gewährt, auf eine zweite, noch höher gelegene Plattform (35 Meter). Dort steht eine Station mit einem Fernrohr, das einerseits Blicke auf die Geologische Wand ermöglicht, gleichzeitig aber kurze Filme zur Entstehungsgeschichte des Eisenerzes vor 150 Millionen Jahren zeigt. Zurück geht es entweder über die Rutsche oder zu Fuß auf dem Naturpfad.

Ins Wiegehaus soll eine Ausstellung einziehen. Geplant ist auch ein „Labyrinth der Sinne“: Aus unterschiedlichen Rohren sind dann Geräusche wie das Rauschen des Windes oder die Laute der Fledermaus zu hören. In erster Linie richtet sich das neue Angebot an Familien mit Kindern und Schulklassen.



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