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Politik schiebt Antrag auf weitere Berufsfachschule Altenpflege

Bedarf soll geklärt werden

Hameln. Braucht der Landkreis neben den beiden privaten Altenpflegeschulen in Emmerthal und Hameln noch eine weitere Berufsfachschule Altenpflege unter dem Dach der Elisabeth-Selbert-Schule und damit unter der Ägide des Landkreises? Diese Frage ist nicht neu und beschäftigt die Kreispolitik bereits seit 2010. Damals stellte die Selbert-Schule den Antrag, eine solche berufsqualifizierende „Berufsfachschule Altenpflege“ einzurichten. Der Antrag war jedoch „wegen weiteren Beratungsbedarfs“ zunächst auf Kreistagsbeschluss abgesetzt worden.

veröffentlicht am 24.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:58 Uhr

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Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Dass das Thema aber nicht aus der politischen Diskussion ist, zeigte jetzt die Debatte im Schulausschuss des Kreises. Denn neben den mittlerweile bald seit zwei Jahren währenden „innerparteilichen Beratungen“ war parallel dazu verwaltungsseitig der „Runde Tisch Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege“ eingerichtet worden. Auch der tagte immer wieder über die vergangenen 21 Monate, konnte aber trotz intensiver Diskussion keine eindeutige Haltung zur Lösung der Frage beisteuern. Weshalb seine Empfehlung an die Politik nun lautet, die Entscheidung über die entsprechende Einrichtung doch am besten bis zum Ende des Schuljahres 2014/2015 erneut zu verschieben.

Diese Beschlussempfehlung jedoch ließ das Thema im Schulausschuss noch einmal so richtig hochkochen; und das, obwohl sich Mehrheitsgruppe und Opposition in der Frage, ob angesichts des demografischen Wandels Alten- und Krankenpflege eine immer wichtiger werdende Ausbildungssparte wird, eigentlich einig sind. Für Diskussionsstoff in der Debatte sorgte hingegen die Überlegung, ob neben den privaten Altenflegeschulen Emmerthal und Julius-Tönebön-Stiftung, die voraussichtlich im kommenden Jahr zusammengelegt werden, und die nach eigenen Angaben keine Wartelisten führen, noch eine Kreis-einrichtung notwendig ist. Auch war man unterschiedlicher Meinung, ob der „Runde Tisch“ seine Lösungssuche weiter fortsetzen und dafür ein Budget von 5000 Euro erhalten solle. Die CDU lehnte Letzteres mit vier Stimmen gegen das Mehrheitsvotum der Gruppe SPD/Grüne/Piraten ab. Der „Runde Tisch“ wird also weiter tagen und 5000 Euro für den Einkauf weiterer beratender Fachkompetenz ausgeben können.

In der Frage, ob denn überhaupt Bedarf für eine weitere kreisgeführte Berufsfachschule für Alten- und Krankenpflege besteht, konnte hingegen Übereinstimmung gefunden werden: Geschlossen folgte der Ausschuss dem Antrag von Karl-Heinz Brandt (SPD), die Entscheidung über eine mögliche erneute Zurückstellung des Wunsches der Selbert-Schule auf Einrichtung einer Berufsfachschule Altenpflege in den nächsten Kreisausschuss zu verweisen. Die Fraktionen sollten das Thema bis dahin noch einmal intern beraten. Und das, so Brandt, anhand von Bedarfszahlen für die Notwendigkeit der Einrichtung einer solchen neuen Fachrichtung, die die Verwaltung umgehend ermitteln soll. Und das unabhängig von den Angaben der privaten Ausbilder.



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