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Auch jetzt noch kostet der Winterdienst Geld / Viele Schäden durch die lange Frostperiode

Baubehörde verstreut 93 Prozent des Budgets

Hameln-Pyrmont (CK). Dieser Winter kommt die Straßenbaubehörden teuer zu stehen! So hat sich etwa der Salzverbrauch gegenüber dem Winter 2006/2007 ungefähr verdreifacht, die Menge stieg von 3679 auf 10 200 Tonnen. Und die Lagerhallen der Straßenmeistereien sind noch nicht wieder gefüllt, wie Jürgen Eberhardt von der Landesbehörde für Straßenbau in Hameln dem Kreisausschuss für Regionalplanung, Bau und Umwelt mitteilte.

veröffentlicht am 16.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

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Das hat zur Folge, dass natürlich auch die Kosten für den Winterdienst gestiegen sind, nämlich von jährlich 100 000 Euro in den Jahren 2005 bis 2008 auf mittlerweile 370 000 Euro – Mehrkosten, die bisher nicht abgedeckt sind.

Nach Eberhardts Worten sind im vergangenen Winter rund 93 Prozent des gesamten Jahresbudgets seiner Behörde für den Winterdienst draufgegangen; bei Landes- und Bundesstraßen sieht es übrigens ähnlich aus wie bei Kreisstraßen. 480 000 Euro hatte die Behörde deshalb beim Kreis beantragt, eine Summe, die erstmal auf 440 000 Euro gedeckelt wurde und die bisher im Kreishaushalt 2010 nicht enthalten sind. „Wenn kein Geld kommt, sind wir am Ende“, befürchtet der Experte. Wobei in dieser Summe die Reparatur der durch den Winter verursachten Schäden noch nicht enthalten ist.

Politik und Verwaltung beurteilen die Lage ähnlich. Da es kaum andere Töpfe gibt, aus denen man dieses Loch stopfen könnte, wird jetzt ein Nachtragshaushalt in Erwägung gezogen, mit dem man diese überplanmäßige Ausgabe auffangen könnte. Oder aber: Geplante Straßenbaumaßnahmen werden geschoben. Da es aber nach Meinung der Verwaltung (außer Kosten) nichts bringt, würde man bereits begonnene Projekte stoppen, steht der Ausbau der Ortsdurchfahrt Rohden zur Disposition. Stirnrunzeln deshalb bei den Hessisch Oldendorfer Vertretern im Ausschuss – beschlossene Sache ist das allerdings noch nicht.

Nach Eberhardts Angaben sind jetzt 100 000 Euro nötig, um wegen der Verkehrssicherheit wenigstens die gröbsten Schäden nach dem strengen Winter zu beseitigen. Die Bitte von Carl Cordemann (CDU), verschwundene Fahrbahnmarkierungen wieder aufzubringen, beschied er abschlägig: „Das hält auf schlechten Straßen nicht.“ Peter Bartels (SPD) immerhin bescheinigte der Behörde, dass die Kreisstraßen im Gegensatz zu den Landesstraßen „in einem fast optimalen Zustand“ seien und dankte den Mitarbeitern der Straßenmeistereien für ihren Einsatz.

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