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Für Pendler droht Ungemach

B217: Ortsdurchfahrt Holtensen wird für Umbau gesperrt

HOLTENSEN BEI WEETZEN. Pendler, die auf der Bundesstraße 217 von Hameln nach Hannover fahren, sind leidgeprüft. In der jüngeren Vergangenheit gab es bereits zahlreiche Baustellen – spätestens 2020 wird für etwa zwölf Monate eine neue hinzukommen. Mit Folgen: Zumindest zeitweise ist dann mit einer Vollsperrung zu rechnen.

veröffentlicht am 13.02.2019 um 06:00 Uhr

Für die Ortsdurchfahrt durch Holtensen steht der Planfeststellungsbeschluss. Gebaut werden kann allerdings noch nicht. Foto: Mischer
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Schon seit Jahren plant das Land den großflächigen Umbau der Ortsdurchfahrt von Holtensen bei Weetzen. Nun ist das Großprojekt an der Bundesstraße 217 einen wichtigen Schritt vorangekommen: Vor einigen Tagen hat die Region Hannover den Planfeststellungsbeschluss veröffentlicht. Diese Baugenehmigung steht am Ende einer umfangreichen Beteiligung von Bürgern und Behörden.

Losgebaut werden kann nun aber trotzdem noch nicht sofort: Die Verantwortlichen peilten mit Blick auf den Zeitaufwand durch Ausschreibungen, Vergabe und Vorbereitungen – etwa die Blindgängersuche – das kommende Jahr an. Dann kommt auf Pendler und Gelegenheitsfahrer zwischen Hameln, Bad Münder, Springe und Hannover ein Großprojekt zu: Das Land schätzt die Bauzeit für das letzte unsanierte Teilstück der B 217 auf mindestens zwölf Monate.

Knapp 500 Meter lang ist die teils marode Strecke zwischen beiden Ampelkreuzungen. Sie soll nicht nur saniert und von vier auf zwei Fahrspuren verengt, sondern auch mit neuen Radwegen ausgestattet werden. Auch die Sicherheit soll steigen: Bislang galt die Ortsdurchfahrt als anfällig für Unfälle. Die Gesamtkosten des Projekts: voraussichtlich gut 1,6 Millionen Euro. Während der Bund Fahrbahn und Radweg zahlt, übernimmt das Land Teile der Kosten an den Kreuzungen. Die Gemeinde Wennigsen, zu der Holtensen gehört, muss Gehwege und Parkplätze zahlen.

Ende 2017 kündigte die zuständige Straßenbehörde an, man gehe zumindest zeitweise von einer Vollsperrung aus. In einem Planungsentwurf ist in jedem Fall die Rede von „größeren Verkehrsbehinderungen“, mit denen man rechne, wenn der Verkehr umgeleitet wird oder zumindest halbseitig fließt.

Mit Einschränkungen für den Autoverkehr rechnen die Planer nach Fertigstellung der Maßnahme übrigens nicht: Zwar wird die Zahl der Fahrspuren halbiert. Für Linksabbieger zur Tankstelle soll es eine kleine Extra-Spur geben. Faktisch werden die äußeren Spuren aber ohnehin schon heute als Parkstreifen genutzt; der meiste Verkehr rollt innen. Und zwar nicht wenig: Durch Holtensen rollen einer Verkehrszählung zufolge etwa 16 000 Fahrzeuge am Tag – etwa vier Prozent sind Lkw.

Entschieden hat das Land im jetzt veröffentlichten Beschluss auch über die Kritik einiger Anwohner: Diese hatten etwa kritisiert, durch den breiteren Gehweg und eine verlegte Bushaltestelle komme auf sie mehr Arbeit und Lärm zu. Auch der Betreiber eines Restaurants fürchtete, ohne die Parkplätze auf der äußeren Fahrspur Probleme zu bekommen. Das Land wies alle Einwände zurück. Die Anlieger haben nun einen Monat Zeit, gegen den Beschluss zu klagen.

Information

Die Bundesstraße 217

Die Expo 2000 brachte den Menschen in Springe und Umgebungnicht nur das moderne S-Bahn-Netz: Auch die Bundesstraße 217 wurde rund um die Weltausstellung in Hannover umfassend saniert und ausgebaut. Die Strecke selbst ist schon Hunderte Jahre alt: Sie verband einst die Residenzstadt Hannover und die Landesfestung Hameln.

In dieser Zeit wurde etwa die Ortsumfahrung Steinkrug gebaut: Bis dahin rollte der Verkehr direkt vorbei an dem dortigen Restaurant. Auch einen Teil der Umgehung von Weetzen gingen die Planer damals schon an. Sie wurde jedoch erst 2003 fertiggestellt: In Weetzen entfiel nicht nur ein Bahnübergang, der sonst oft Zeit und Nerven kostete –, sondern auch eine gefährliche Kurve. Ebenfalls umfahren wird seitdem Evestorf.

Holtensen, dessen Durchfahrt nun saniert werden soll, ist zwischen Springe und Ronnenberg der einzige Ort, durch den der Verkehr noch durchrollt. In Richtung Hameln kommt das häufiger vor: Neben Altenhagen I sind auch Hachmühlen und Teile von Hasperde betroffen.

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