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Zahl der leistungsberechtigten Asylbewerber seit April um ein Viertel gesunken

Aufwand des Kreises für Flüchtlinge sinkt

HAMELN-PYRMONT. „Wir hatten mit einem geringeren Absinken gerechnet. Die aktuellen Zahlen übertreffen unsere Planungen und Erwartungen“, sagt Frank Buchholz, der Leiter des Hameln-Pyrmonter Sozialamtes. Die Zahl der Leistungsberechtigten, zu denen sowohl Asylbewerber wie auch abgelehnte Asylbewerber gehören, ist in allen Städten und Kommunen des Landkreises rückläufig.

veröffentlicht am 24.11.2017 um 16:43 Uhr

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Ernst August Wolf Reporter
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Im Kreissozialausschuss legte Buchholz eine Übersicht über die Entwicklung der regionalen Flüchtlingszahlen vor. Der Begriff „Flüchtlinge“ sei dabei „begriffstechnisch differenziert“ darzustellen. Flüchtlinge seien nur ein Teil der nach Deutschland gekommen Menschen. Buchholz: „Wenn sich diese Personen noch im Asylverfahren befinden, handelt es sich um Asylbewerber. Ist das Verfahren abgeschlossen und es wurde kein Bleiberecht zuerkannt, sind diese im Grunde ausreisepflichtig.“ Den Altersschwerpunkt der „Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz“ weist der Bericht mit 26 bis 45 Jahren aus. Momentan entfallen 407 Betroffene auf diese Altersstufe. Die Zahl der Leistungsberechtigten, zu denen sowohl Asylbewerber wie auch abgelehnte Asylbewerber gehören, ist in allen Städten und Kommunen des Landkreises rückläufig. „In Hameln etwa sind es derzeit bei 573 Menschen, die in 234 Bedarfsgemeinschaften zusammengefasst sind“, erläutert Buchholz. Landkreisweit habe sich die Zahl der Leistungsberechtigten von über 1600 auf etwas unter 1200 reduziert.

Die Zahl der im Rahmen des Familiennachzugs eingereisten Zuwanderer ist dagegen beispielsweise in Hameln seit März von etwas über 60 auf knapp 120 gestiegen. Freiwilligen Ausreisen habe es im Vorjahr im Landkreis 205 (Stadt Hameln: 65) gegeben, aktuell seien es 75 (Stadt Hameln: 33). Im Landkreis wurden in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres vier Migranten abgeschoben.

Buchholz betont: „Wird einem Asylbewerber ein Bleiberecht zuerkannt, bekommt er keine Leistungen nach dem Ayslbewerberleistungsgesetz mehr, sondern nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch.“ Diese werden durch das Jobcenter bewilligt. Kann der Betroffene keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, springt die Sozialhilfe des Landkreises ein. Derzeit beläuft sich die Zahl der erwerbsfähigen und leistungsberechtigten Kunden im Bereich des Hameln-Pyrmonter Jobcenters auf 9422, „davon stehen 1184 im Kontext von Fluchtmigration“, berichtet Buchholz. Viele Asylbewerber haben den Status des „subsidiären Schutzes“ erhalten und sind somit in die Zuständigkeit des Jobcenters gekommen. Bei den Zuweisungsquoten, die nach Einwohnerzahl und Wirtschaftskraft festgelegt wird, haben alle Kommunen der Region bis auf Emmerthal und Salzhemmendorf die Quote übererfüllt.

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