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Auftakt zum Mordprozess: Qualen dauerten Stunden

Bad Eilsen/Bückeburg. Zum Auftakt des Prozesses um den mutmaßlichen Mord im Kurpark von Bad Eilsen haben sich die zwei Angeklagten gestern gegenseitig beschuldigt. Den Großteil der Verantwortung für den Tod eines 48-Jährigen will keiner von ihnen übernehmen.

veröffentlicht am 21.03.2012 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

Nach dem Betreten des Gerichtssaals verbirgt der ältere Mann sein Gesicht hinter einem Aktendeckel.  Foto: tol
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Beide geben zu, das Opfer geschlagen und getreten zu haben. Sie wollen den Bad Eilser für einen Kinderschänder gehalten haben. Der jüngere Mann (20) behauptet, wenige Wochen vor der Bluttat in den frühen Morgenstunden des 30. September von diesem sexuell bedrängt worden zu sein.

Etwa zwei Stunden sollen die Qualen des Opfers gedauert haben, wie der 20-Jährige schätzt. Immer wieder war der Verletzte Schlägen und Tritten ausgesetzt. Wenn er sich am Boden krümmte, sollen die Täter ihn zurück auf den Rücken gedreht haben. Zum Schluss hatte einer der Männer den Sterbenden mit einem Ast vergewaltigt. Vor dem Bückeburger Schwurgericht behaupten beide Bad Eilser, dies sei der jeweils andere gewesen. Fest steht, dass das Opfer schwerste innere Blutungen erlitten hat.

„Wie im Blutrausch“ will sich der ältere Mann (44) in jener Nacht gefühlt und „blindlings drauflos geschlagen“ haben. „Ich wollte ihm mal eine richtige Lektion erteilen.“ Viel Alkohol war im Spiel, laut Anklageschrift von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt mehrere Flaschen Schnaps. Und sobald der 20-Jährige zu viel Schnaps trinkt, hat er sich nach eigener Einschätzung überhaupt nicht mehr im Griff.

Mehr zu muss Hergang der brutalen Tat lesen Sie in der Dewezet.



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