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Donatus und seine Mutter Lilly starten von Schloss Bückeburg zur „Mongol-Rally“

Auf in die Mongolei – im VW Polo

BÜCKEBURG. Der Startschuss ist gefallen: Am Montagmorgen starteten Donatus zu Schaumburg-Lippe und seine Mutter Marie-Louise (Lilly) zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg vom Schloss zur rund 14 000 Kilometer langen „Mongol-Rally“. Ziel ist es, Spenden von mindestens 20000 Euro einzuwerben.

veröffentlicht am 17.07.2017 um 18:57 Uhr

Lilly und Donatus taufen den VW Polo auf den Namen Gisela. Foto: jp
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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Ziel der monströs langen und strapaziösen Fahrt, die das unerschrockene Mutter-Sohn-Gespann auf sich nimmt, ist die Hauptstadt der mongolischen Staatsrepublik Ulan Bator. Wie unsere Zeitung berichtete, wollen die Beiden mit der Teilnahme an der Rallye, die ohne fremde Hilfe und in einem Fahrzeug mit maximal 1,2 Liter Hubraum absolviert werden muss und als härteste Wohltätigkeits-Rallye der Welt gilt, Spenden von mindestens 20 000 Euro für die Hilfsorganisationen „Save the children“ und Interhelp einwerben. Bis zur letzten Minute vor der Abfahrt hatten sich Donatus und Lilly einem straffen und disziplinierten Vorbereitungsprogramm unterworfen. Auf dem Plan standen dabei vor allem Kenntnisse und Fähigkeiten in Medizin und Erster Hilfe sowie Automechanik und Kraftfahrtschlosserei. Quasi in letzter Minute montierten die beiden an das Heck des Fahrzeugs noch einen Stahlträger, um zusätzliches Gepäck mitführen zu können. Nicht nur jede Menge Kleidung, Verpflegungsgegenstände und Nahrung haben die beiden geladen, sondern auch umfangreiches Werkzeug, einen Erste-Hilfe-Koffer des DRK und mehrere Tanks mit Treibstoff und Wasser. Getauft wurde das Auto ganz offiziell vor der Abfahrt auf den Namen „Gisela“. Warum Gisela? Lange Zeit waren sich Mutter und Sohn uneins darüber, ob man dem VW Polo überhaupt einen männlichen oder weiblichen Namen geben sollte. Schließlich einigte man sich auf den Namen einer guten Freundin aus Istanbul, zugleich auch der Name von Lillys Großmutter.

Erste Station der (bis dahin sicherlich noch äußerst komfortablen) Fahrt war Halberstadt, wo die beiden eine Einrichtung der Hilfsorganisation „Save the children“ besuchten. Weiter ging es dann noch am gleichen Tag bis ins österreichische Altaussee im steirischen Salzkammergut, wo Lilly einige Jahre mit ihrer Familie lebte. Dort wird dann auch Kopilot und Bordmechaniker Nikolaus Béry dazustoßen, um fortan das Team „(Sub)titled“ als Trio zu vervollständigen. Der Münchener mit Wohnsitz in Österreich, im Hauptberuf Landschaftsarchitekt, gilt als ausgewiesener Fachmann speziell für ältere Autos. Gleich zwei Gründe bewogen Donatus, ihn für die „Mongol-Rally“ ins Team aufzunehmen: Zum einen die Notwendigkeit, auf einer derart langen Fahrt einen Mechaniker dabeizuhaben, zum anderen das letztlich nie ganz auszuschließende Risiko, mit dem Fahrzeug komplett liegenzubleiben und dann irgendwo fremde Hilfe herbeiholen zu müssen. „Und es gibt nun einmal Gegenden auf der Welt, da kann ich meine Mutter unmöglich allein losschicken oder allein am Fahrzeug zurücklassen. Also brauchen wir einen dritten Mann.“

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