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Fusion der Kirchenkreisämter Hameln und Holzminden beschlossen / „Luther ohne Grenzen“ vorgestellt

Auch zwei mach eins

Hameln-Pyrmont. Die Fusion der Kirchenkreisämter Holzminden-Bodenwerder und Hameln-Pyrmont zum 1. Januar 2017 ist beschlossen. Einstimmig votierten die Mitglieder des Kirchenreistages Hameln-Pyrmont am Mittwoch für die Gründung des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreisverbandes Hameln-Holzminden.

veröffentlicht am 21.04.2016 um 18:31 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

vON Ralph Arndt-Stricker
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Der Kirchenkreistag Holzminden-Bodenwerder hatte der Fusion bereits im März zugestimmt. Damit ist – vorbehaltlich der erwarteten Zustimmung durch die Landeskirche – der Weg frei, um die Verwaltungen der beiden Kirchenkreise zusammenzulegen. Der neue Kirchenkreisverband wird seinen Sitz in Hameln haben und von der Hamelner Kirchenkreisamtsleiterin Regine Koch geführt werden. Superintendent Philipp Meyer stellte während der kurzen Debatte über die Fusion im Kirchenkreistag deutlich fest, dass es sich nicht um eine Fusion der Kirchenkreise handele: „Es gibt in dieser Richtung auch keine weiteren Aktionen oder Planungen“, bekräftigte Meyer auf besorgte Anfragen aus dem Auditorium, die in Richtung Fusion zielten. Es gehe nur um eine Zusammenlegung der Verwaltungen aus Holzminden und Hameln, so Meyer. Die Nachfrage, was denn mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschehe, beantwortete die designierte Leiterin des neuen Kirchenkreisamtes, Regine Koch: „16 Mitarbeiter aus Holzminden kommen zu denen in unserem Kirchenkreisamt hinzu. Es sind keine Entlassungen geplant.“ Dass trotz der angestrebten Synergieeffekte und der erhofften Verbesserung der Effizienz in der Verwaltungsleistung diese Reform auch in Hameln nicht nur auf Begeisterung stößt, verdeutlichte Superintendent Meyer mit der Feststellung: „Nicht alle Reformen werden gemacht, weil sie Spaß machen.“ Trotz der erfolgten einstimmigen Zustimmung des Kirchenkreistages zur Verwaltungsfusion konnte man den Eindruck gewinnen, dass nicht jegliche Skepsis und Sorge der Delegierten verschwunden war, dass die beiden Kirchenkreise eines Tages doch verschmelzen könnten.

Hoffnung auf eine gute gemeinsame Zukunft könnte den Mitgliedern des Kirchenkreistages allerdings das zu Beginn der Sitzung mit großer Inbrunst gesungene Lied machen, dessen Refrain ausgezeichnet als Anleitung für das Gelingen der Fusion herhalten könnte: „Aufstehen, aufeinander zugehn, voneinander lernen miteinander umzugehen.“ Das wäre sicher auch ganz im Sinne Martin Luthers, dessen Wirken ein weiteres Schwerpunktthema beim Kirchenkreistag bildete. Es ging dabei um das Projekt „Hallo Luther“, das in diesem Jahr unter der Akzentuierung „Luther ohne Grenzen“ läuft. Für diese Projektvorstellung schlüpfte sogar Superintendent Philipp Meyer ins Kostüm und präsentierte den Delegierten, gemeinsam mit Pastorin Annette Lehmann und Pastor Simon Pabst, Konzept und Fahrplan des Projektjahres. Denn mit dem 31. Oktober, dem Reformationstag, beginnt das Jahr, in dem die evangelisch-lutherische Kirche 500 Jahre Reformation feiert. Und das Projekt „Hallo Luther“ soll seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Menschen viel mit den reformatorischen Werten Luthers beschäftigen. Zudem soll so das Reformationsfest auch wieder von einer breiten Öffentlichkeit als wichtiger Wert für die Gesellschaft wahrgenommen werden.



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