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Grüne im Kreis Lippe gegen zusätzliche Kosten durch Erweiterung der Evakuierungszone

„Atomkraftwerk umgehend stilllegen“

Kreis Lippe/Grohnde. Die Erweiterung der Evakuierungszone rund um das Atomkraftwerk Grohnde sorgt bei den lippischen Grünen für Fragezeichen. Deshalb stellen sie nun eine Anfrage an den Kreis Lippe als zuständige Behörde des Katastrophenschutzes. „Nach Aussagen des niedersächsischen Umweltministeriums werden die Pläne für den Katastrophenschutz zurzeit grundlegend überarbeitet“, erklärt Werner Loke, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Durch die Reaktorkatastrophe von Fukushima seien neue Erkenntnisse in die Planungen eingeflossen, die zu einer Ausweitung der Evakuierungszone geführt hätten, so Loke.

veröffentlicht am 31.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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Die lippischen Grünen wollen nun wissen, wann die neuen Pläne auch im Kreis Lippe veröffentlicht werden und wie sich die Bevölkerung der Region mit Anregungen beteiligen kann. „Wir fordern in jedem Fall eine umfangreiche Information und eine intensive Beteiligungsmöglichkeit für die Bürger“, erklärt der Grüne Moritz Ilemann. Schließlich sei Lippe bei einer Entfernung von rund 40 Kilometern zum Kernkraftwerk direkt betroffen. „Außerdem möchten wir wissen, welche Behörde konkret vor Ort für die Umsetzung zuständig ist“, führt Ilemann weiter aus.

Die Grünen fragen sich auch, welche Kosten durch die neuen Planungen auf die Kommunen und Landkreise zukämen und wer diese Kosten zu tragen hat. Beispielsweise gehe es unter anderem darum, Jodtabletten vorzuhalten und regelmäßig zu erneuern. Ebenfalls gehe es um die Frage, wie die Bevölkerung bei einem Störfall schnell und umfassend gewarnt werden kann, ob ausreichend Schutzausrüstungen für die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte vorhanden sind, in welchem Umfang zusätzliche Messgeräte und Dekontaminierungseinheiten angeschafft werden müssen bis hin zur Sicherstellung aller medizinischen Gesichtspunkte, wie die Akutversorgung der Betroffenen.

„Die Fülle der Fragen zeigt, dass Grohnde ein großes Sicherheitsrisiko darstellt. Wir fordern daher, anstatt immense Zusatzkosten durch die Erweiterung der Evakuierungszone zu verursachen, das Atomkraftwerk umgehend stillzulegen“, erklärt Loke. Die insgesamt 16 Fragen der Grünen an den Kreis Lippe können von allen Bürgern im Internet unter www.gruene-lippe.de eingesehen werden.red



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