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Menschen- und Aktionskette zum zweiten Jahrestag der Katastrophe von Fukushima im März geplant

Atomkraftgegner wollen „den Ernstfall proben“

Hameln-Pyrmont (hen). „Wie sähe eine Atom-Katastrophe in Deutschland aus?“ AKW-Gegner wollen das aus Anlass des zweiten Jahrestages der Katastrophe von Fukushima im März 2013 demonstrieren. Geplant ist eine 350 Kilometer lange Aktions- und Menschenkette im Abstand von 40 bis 60 Kilometern um das Atomkraftwerk Grohnde. Vertreter von Bürgerinitiativen und Verbänden wollen am Samstag, 9. März, zwischen 12.05 und 12.50 Uhr plastisch vor Augen führen, was bei einem ähnlichen Unglück in Grohnde in der Region passieren würde. Mit der „großen, norddeutschen Aktion“ soll vor Augen geführt werden, welches Ausmaß eine derartige Katastrophe haben kann – zugleich wird mit der Demo die Forderung nach einer Stilllegung der noch laufenden Atomkraftwerke untermauert.

veröffentlicht am 20.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Im Zuge der Aktionen soll das Gebiet abgesperrt werden. Menschen sollen sich aus dem angenommenen Katastrophengebiet zur Kette zusammenfinden, symbolisch ihre Koffer packen und fliehen, erklärt Bernd Schlinkmann vom Anti-Atom-Plenum Weserbergland. „Wir freuen uns über jeden fantasievollen Beitrag“, sagt Thomas Erbe, Koordinator der Kampagne. Er gehe im Übrigen nicht davon aus, dass es auf der gesamten Strecke zu einer geschlossenen Menschenkette kommt, denn dazu ist sie zu lang. Man könne die Route aber auch durch Flatterband markieren, Aktionsstände aufbauen und per Lautsprecherwagen, der die Strecke abfährt, informieren, so Schlinkmann. Nach einem aus Sicht der Anti-Atom-Bewegung „wichtigen Jahr“ wollen die AKW-Gegner laut Schlinkmann auch im nächsten Jahr „weiter am Ball bleiben“. Von der Innenministerkonferenz sei nichts zum Thema der in die Kritik geratenen Katastrophenschutzpläne zu hören gewesen, so Tobias Darge von der Regionalkonferenz „Grohnde abschalten“. Umso mehr sei die Erinnerung an die Atomkatastrophe von Fukushima, die sich am 11. März zum zweiten Mal jährt, Anlass genug, auf die möglichen Folgen auch in Deutschland aufmerksam zu machen. Seit Monaten habe sich laut Darge die Regionalkonferenz um einen Dialog über den Katastrophenschutz bemüht: „Die zuständigen kommunalen Behörden sind ja sehr bemüht und kennen die Probleme. Aber Einwände werden nur weitergereicht und auf den notwendigen Klärungsbedarf auf höherer Ebene verwiesen.“

Die Atom-Gegner wollen auf einer rund 350 Kilometer langen Strecke im Abstand von 40 bis 60 Kilometern (schwarz markierte Route) um das Atomkraftwerk Grohnde Aktionen durchführen und Menschenketten bilden. Der rote Kreis markiert den Radius von 40 Kilometern um das AKW.



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