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Atomkraftgegner ketten sich am AKW-Haupttor an

Grohnde (ube). Mit einer spektakulären Aktion haben am Sonntag um 11 Uhr Aktivisten der Anti-Atom-Bewegung gegen Atomkraft demonstriert - sechs von 14 Frauen und Männern, die aus der Region Göttingen stammen, ketteten sich am Haupttor des Kernkraftwerks in Grohnde an und blockierten so die Zufahrt. Ein Demonstrant hatte seinen Hals mit einem Fahrrad-Bügelschloss an den Gitterstäben befestigt.

veröffentlicht am 10.04.2011 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

AKW
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Grohnde (ube). Mit einer spektakulären Aktion haben am Sonntag Aktivisten der Anti-Atom-Bewegung gegen Atomkraft demonstriert - sechs von 14 Frauen und Männern, die aus der Region Göttingen stammen, ketteten sich am Haupttor des Kernkraftwerks in Grohnde an und blockierten so die Zufahrt. Ein Demonstrant hatte seinen Hals mit einem Fahrrad-Bügelschloss an den Gitterstäben befestigt. Nach Angaben der Polizei war zuvor ein Aktivist per Räuberleiter über das Tor geklettert. Er sei vom Wachdienst des Kraftwerkes gestellt worden, sagte der Einsatzleiter der Polizei.

Die Polizei ließ die Feuerwehr Kirchohsen und vorsorglich auch den Rettungsdienst anrücken. Mit einem großen Bolzenschneider und einer hydraulischen Rettungsschere wurden vier Umweltaktivisten losgeschnitten und mit Streifenwagen abtransportiert. Zwei Männer hatten ihre Hände in gebogenen Stahlrohren zusammengekettet. "Sie gegen ihren Willen loszuschneiden, hätte für diese Personen ein zu großes Verletzungsrisiko bedeutet", sagte der Beamte. "Die Feuerwehr könnte in dieser Situation nur die Gitter des Tores abtrennen. Das würde aber einen Schaden von 10000 bis 15000 Euro verursachen, der von den Demonstranten getragen werden müsste." Polizei und Aktivisten einigten sich auf einen Kompromiss: Sie durften bis 13 Uhr demonstrieren, lösten danach freiwillig ihre Fesseln. Die Protestler hielten sich an die Vereinbarung. Sieben Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen.

Unterdessen haben die Grünen im Landkreis Holzminden die sofortige Abschaltung des AKW Grohnde beantragt. "Das Kraftwerk ist nicht ausreichend gegen große Flugzeugabstürze und terroristische Angriffe gesichert", sagte der der heimische Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionschef der Landtags-Grünen, Christian Meyer, am Sonntag im Gespräch mit der Dewezet. Die Reaktorsicherheitskommission halte zudem in Grohnde eine Kernschmelze für möglich, falls es dort im Kühlkreislauf zu einer Verstopfung kommen sollte, so Meyer.

Die Umweltaktivisten wiesen während ihrer Aktion auch auf die Demonstration am Ostermontag hin. Sie soll um 13 Uhr beginnen. Geplant ist eine Großkundgebung und eine "Umzingelung". 3



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