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Anwälte sollen e.on an Verhandlungstisch holen

Rinteln/Auetal/Lemgo (dil). Überraschung, Enttäuschung und Zweifel: Die e.on Westfalen Weser AG als bisheriger Netzbetreiber hat die Verhandlungen über den Preis der Strom- und Gasnetze abgebrochen. Die offizielle Begründung: Die Kommunen hätten bei der Netzvergabe juristische Fehler begangen. „Die beteiligten Stadtwerke vermuten andere Hintergründe“, teilt Jürgen Peterson, Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln, mit.

veröffentlicht am 29.02.2012 um 18:30 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:21 Uhr

In Rinteln ist e.on nur noch mit Überlandleitungen und Umspannwerken wie hier „Am Stumpfen Turm
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Die Konzessionen für die regionalen Strom- und Gasnetze sind unter Energieversorgern begehrt: Sie gestatten dem Konzessionsnehmer in einer Gemeinde, die Strom- und Gasnetze zu betreiben und werden in der Regel für 20 Jahre vergeben. Auch in Augustdorf, Dörentrup, Kalletal und Leopoldshöhe stand die Neuvergabe für 2012 an. So berieten diese Kommunen im Jahr 2010 die Konzessionsvergabe erstmalig in der Geschichte gemeinsam.

Nachdem die e.on Energie AG aber am 26. Januar ihren beabsichtigten Rückzug aus der e.on Westfalen Weser AG angekündigt hatte, wurden diese Gespräche am 6. Februar abgesagt. Die Begründung: Man habe juristische Fehler festgestellt. Der erforderliche rechtliche Rahmen bei der Konzessionsvergabe sei nicht eingehalten worden, und demnach sei das Vergabeverfahren zu wiederholen.

„Anscheinend will der Düsseldorfer Energiekonzern e.on im Rahmen der geplanten Trennung von der Regionaltochter in Ostwestfalen-Lippe den Wert beziehungsweise die Attraktivität von e.on Westfalen Weser erhalten“, vermuten die Stadtwerke aus Lippe und Rinteln. „Schließlich wird in der Presse verkündet, dass die vollständige Rekommunalisierung von e.on Westfalen Weser angestrebt wird. Dabei ist unser mit den vier lippischen Kommunen und der Gemeinde Auetal bereits verabredete Weg der Rekommunalisierung offenbar störend.“

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