weather-image
Fragen zur Elektrifizierung

Anrainer-Orte der Bahn wollen mit Minister reden

HAMELN-PYRMONT/BERLIN. Im Zusammenhang mit der vom Bund geplanten Elektrifizierung der Bahnstrecke Hameln–Elze (wir berichteten) bekommt Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) nun den angekündigten Beschwerdebrief aus dem Weserbergland.

veröffentlicht am 10.12.2018 um 16:48 Uhr
aktualisiert am 10.12.2018 um 19:44 Uhr

Erhielten die Triebwagen und Loks zwischen Hameln und Elze Strom aus der Oberleitung, liefe der Betrieb sauberer, leiser und schneller. Die Anrainer befürchten aber auch Belastungen durch mehr Verkehr, besonders durch Güterzüge. Foto: dpa
Marc Fisser

Autor

Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Landrat Tjark Bartels (SPD) hat dazu als Mitunterzeichner die Rathaus-Chefs der von einem erhöhten Zugverkehr betroffenen Städte und Gemeinden – darunter auch Emmerthal, Bad Pyrmont und Lügde – sowie die Fraktionen des Kreistages gewonnen. Die heimischen Politiker sehen inzwischen die Chancen, die der elektrische Verkehr für die Region bringen könnte. Sie „begrüßen den Ausbau des Bahnverkehrs und wünschen sich ausdrücklich eine Elektrifizierung der Strecken, um attraktiven Personenverkehr auf Dauer zu ermöglichen. Auch die Notwendigkeit funktionierender Güterverkehrsbeziehungen wird nicht in Abrede gestellt“. Weil die Planungen jedoch „in erheblichem Maße in Naturräume eingreifen und Lebensqualität und Gesundheit in unserer Region stark negativ beeinflussen“, verlange das Weserbergland Raum, sein Anliegen zu formulieren und Lösungen, „die die entstehenden Nachteile ausgleichen“. Im bisherigen Verfahren sei die betroffene Region nicht einbezogen worden. Deshalb betonen die Vertreter der Kommunen, unterstützt von den Ausbaugegnern der Bürgerinitiative Transit: „Die Vermutung liegt nahe, dass nicht die beste, sondern die günstigste Lösung zur Realisierung kommen soll und der Ausschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung kein Fehler, sondern Strategie ist.“ Die vom Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) zugesagte engere Einbindung habe bei der Hochstufung des Projektes erneut nicht stattgefunden.

Bartels hatte mit Ferlemann aus Verärgerung gar nicht mehr reden wollen; nun bitten er und die Mitunterzeichner um ein gemeinsames Gespräch mit Minister und Staatssekretär. Ein mitgesandtes Positionspapier enthält die Fragen, um die es bei dem gewünschten Treffen in Berlin gehen soll:

  • Welche Alternativen existieren zu den Plänen des Bundes „außerhalb der strengen Kostenbetrachtung“?
  • Welche konkreten Maßnahmen sind vorgesehen, um Lärmschutz, Freihaltung für Personenverkehr und Nachteile durch höhengleiche Bahnübergänge auszuschließen?
  • Mit welcher Zahl an verkehrenden Personen- und Güterzügen ist realistisch zu rechnen und welche Entwicklung ist anzunehmen?
  • Welche Auswirkungen hat eine erhöhte Güterverkehrsfrequenz auf den Personenverkehr?
  • Wie wird sichergestellt, dass Gesundheit und Lebensqualität der Menschen im Weserbergland erhalten bleiben?
  • Wie sind die sensiblen Naturräume und Naturparke sowie die besonders schutzbedürftigen Einrichtungen zu sichern?
270_0900_118076_wb105_1112_dpa_Hauptstrecke_der_Bah_5875.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt