weather-image
Standort und Uhrzeit: Landrat hält an Vorhaben fest, Radarkontrollen transparenter zu machen

An diesen Stellen wird geblitzt …

Weserbergland. Bereits im letzten Jahr hatte Landrat Tjark Bartels angekündigt, dass bald die genauen Standorte der mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte bekannt gegeben werden sollen. An diesem Plan soll auch festgehalten werden, heißt es nun auf Nachfrage. Einen Starttermin gibt es jedoch noch nicht.

veröffentlicht am 02.02.2016 um 15:58 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

270_008_7828696_rueck_Blitzer.jpg

Autor:

Andreas Timphaus
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Temposünder sind für den Landkreis ein lukratives Geschäft. 835 467 Euro hat die Kreisverwaltung im vergangenen Jahr mit der kommunalen Verkehrsüberwachung eingenommen. 1019-mal wurde an verschiedenen Messstellen im Landkreis geblitzt – den Autofahrern, die zu schnell unterwegs waren, wurden die genauen Standorte aber meist erst schmerzlich bewusst, wenn sie ein grelles rötliches Licht sahen. Nach dem Willen von Landrat Tjark Bartels (SPD) soll sich das aber in diesem Jahr ändern. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte der Sozialdemokrat angekündigt, dass er die Transparenz beim Blitzen erhöhen wolle. Innerhalb einer Testphase sollten die Standorte und Uhrzeiten der beiden mobilen Messfahrzeuge bekannt gegeben werden.

An diesem Vorhaben werde festgehalten, teilt Pressesprecherin Sandra Lummitsch auf Nachfrage mit. „Der vom Landrat angekündigte Strategiewechsel umfasst neben einer veränderten Bekanntgabe der Messstandorte auch weitere Aspekte der Praxis der Verkehrsüberwachung. Dabei geht es unter anderem darum, die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Aufgabe durch eine verbesserte Darstellung in der Öffentlichkeit hervorzuheben.“

Autofahrer werden sich freuen, wenn sie demnächst in der Zeitung die exakten Standorte und Uhrzeiten lesen können, an denen geblitzt wird. Andernorts, zum Beispiel in Hannover, gibt die dortige Polizeiinspektion bereits seit einiger Zeit wöchentlich zumindest einige Kontrollstellen mit Orts- und Straßennamen preis. Aber muss nicht auch befürchtet werden, dass durch mehr Transparenz beim Blitzen weniger Strafgeld in die Kreiskasse kommt? Die Antwort aus dem Kreishaus fällt zwiespältig aus. „Bei den Geschwindigkeitskontrollen handelt es sich um Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, deshalb stehen die Auswirkungen auf die Einnahmen nicht im Fokus der Überlegungen“, sagt Lummitsch, fügt aber hinzu: „Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass sich die geplanten Änderungen im Kreishaushalt auswirken.“

270_008_7828607_rueck101_0302_1_.jpg
  • Am 1. August des vergangenen Jahres berichtete die Dewezet über die Pläne von Landrat Tjark Bartels, die Radarkontrollen transparenter zu machen. Dana

Noch im März des vergangenen Jahres hatte die Kreisverwaltung detailreiche Ankündigungen über Geschwindigkeitskontrollen abgelehnt. Zum einen bestehe die Gefahr, dass dann andernorts Gas gegeben werde – „außer an der angekündigten Messstelle“, argumentierte damals Lummitsch. Zum anderen könnte zum Beispiel ein Auto die für die Messfahrzeuge vorgesehene Parkbucht blockieren, wodurch die Beamten an einen anderen Ort wechseln müssten.

Im Anschluss fand offenbar ein Sinneswandel im Kreishaus statt. Bis zur vollständigen Kehrtwende müssen gleichwohl noch einige Dinge geklärt werden. Denn wann die Testphase starten soll, kann die Kreisverwaltung noch nicht sagen. „Ein konkreter Termin für die Umsetzung kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht benannt werden“, sagt die Sprecherin.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt