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24°
Januar präsentierte sich trüb, sehr nass, stürmisch und äußerst mild

Also doch! Der Winter kommt in Fahrt

WESERBERGLAND. Väterchen Frost will es tatsächlich noch einmal wissen. Das erste Mal in diesem Winter wird aus Skandinavien richtig kalte Luft angezapft. Sie macht sich in der kommenden Woche in ganz Deutschland breit, kommt zur Ruhe und kühlt dabei weiter aus.

veröffentlicht am 02.02.2018 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 02.02.2018 um 21:30 Uhr

Ein gewohnter Anblick: Wolken am Himmel, hier über der alten Eisenbahnbrücke in Hameln. Foto: Dana
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Reinhard Zakrzewski Reporter

Auf ihrem Weg über die Ostsee wird die Luft in den unteren Schichten erwärmt, sodass wir anfangs nicht allzu sehr zittern müssen. Am Sonntag und Montag schneit es bei wenigen Plusgraden zeitweise leicht. Größere Mengen sind aber nicht zu erwarten. Trotzdem ist vor allem am Morgen mit Glätte zu rechnen. Ab Dienstag setzt sich unter der Regie eines Hochs ruhiges, trockenes und zunehmend sonniges Winterwetter durch. Bis zum Start in den Straßenkarneval am Donnerstag werden in unserer Weserregion Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt gemessen, in den Nächten – je nach Bewölkung oder Nebel – zwischen minus 2 und minus 7 Grad. In ungünstigen Lagen könnte es zur Wochenmitte örtlich sogar an die minus 10 Grad herangehen. Ob sich die trockenkalte Witterung bis zum nächsten Wochenende hält oder atlantische Wetterfronten den „Jecken“ nasskalte Karnevalstage bescheren, lässt sich noch nicht sagen.

Trüb, sehr nass, stürmisch und äußerst mild präsentierte sich der Januar im Weserbergland. Ursache war eine fast ununterbrochene Kette atlantischer Tiefdruckgebiete. Schon in den ersten vier Tagen kam mehr als die Hälfte der normalen Monatsniederschläge runter. Gleichzeitig sorgte das Orkantief „Burglinde“ für erste Schäden in der Region. Sturmböen bis 85 km/h warfen am 3. Januar in Volksdorf, Kreis Schaumburg, ein hohes Windrad um. Gut, dass danach Hoch „Adam“ kam. Durch seine Position über Nordosteuropa sorgte es für eine Handvoll ruhiger und trockener Tage sowie einige frostige Nächte aus Osten. Doch schon zur Monatsmitte schlug die feuchtmilde Atlantikklatsche wieder zu und mit ihr am 18. Januar das Orkantief „Friederike“. Sein windschwaches Zentrum zog über dem Raum Hamburg nach Osten. So konnte sein nach Südwesten ausgreifendes Sturm- und Orkanfeld den Mittelgebirgsraum voll treffen. Orkanböen über 120 km/h hielten die Hilfskräfte in Atem und sorgten verbreitet für erhebliche Zerstörungen in den Wäldern. Stadthagen meldete eine Spitzenböe von 122 km/h, Bückeburg sogar von 126 km/h. Letztes Highlight im mildesten Januar seit 2008 war ein Schub Frühlingsluft von den Azoren am 24. Januar. Höchstwerte um 13 Grad ließen die Tagesrekorde von 2008 in Hameln-Pyrmont nur so purzeln.

Information

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Der Januar in Hameln (Hastenbeck) im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)

Monatsmittel 4,5 °C (Abw. +1,7°C)

Maximum 12,9°C (24. Januar)

Minimum -1,0°C (9. Januar)

Frosttage (Min. unter 0°C) 6 (normal 14)

Eistage (Max. unter 0°C) 0 (normal 5)

Niederschlag 88 mm (124% v. Soll); Rinteln-Volksen 98 mm (132% v. Soll)

Sonnenschein 21 Std. (40% v. Soll)

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