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Kreisjägermeister Ziegler gibt für Seuche Entwarnung für Landkreis Hameln-Pyrmont

Afrikanische Schweinepest wurde bisher nicht eingeschleppt

HAMELN-PYRMONT. In einer Mitteilung, die jetzt im Kreis-Umwelt-Ausschuss verteilt wurde, gab Kreisjägermeister Jürgen Ziegler Entwarnung: „Die Seuche wurde bisher nicht eingeschleppt“, meinte Hameln-Pyrmonts oberster Waidmann zum Thema Afrikanische Schweinepest (ASP).

veröffentlicht am 28.02.2018 um 16:39 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 20:20 Uhr

Eine Bache mit zwei Frischlingen. Auch sie sind von der Afrikanischen Schweinepest bedroht. Foto: dpa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Er mahnte jedoch trotzdem zu größter Wachsamkeit: So müssten Wildschweine, die in den Revieren tot aufgefunden werden oder kein typisches Fluchtverhalten zeigen, auf jeden Fall auf ASP untersucht werden, um bei einem Seuchenzug sofort reagieren zu können. Ziegler: „Sollte bei uns im Landkreis die ASP auftreten, ist absolut schnelles Handeln notwendig.“ Zuständig sei hier das Kreis-Veterinäramt. Hier habe man sich mit Beprobungsmaterialien auf eine Diagnostizierung der Schweinepest vorbereitet.

Bereits seit Jahre werden von Hameln-Pyrmonts Jägerschaft Blutproben von erlegten Wildschweinen genommen. Im Rahmen einer Niedersachsenweiten Untersuchungsreihe werden die Proben dabei im Auftrag der Veterinärbehörde und des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf Antikörper der Afrikanischen und der klassischen Schweinepest untersucht. Denn bei Wildschweinen, die eine dieser Krankheiten ausgeheilt haben, können im Labor Schweinepest-Antikörper nachgewiesen werden. Ziegler: „Wir haben auf diese Weise eine große Verteilung der Untersuchungspunkte im Landkreis. Bisher waren sämtliche Untersuchungsergebnisse negativ.“

Hameln-Pyrmonts Kreisjägermeister rät den Revierinhabern in den abgeschlossenen heimischen Waldgebieten zu einer revierübergreifenden Bejagung des Schwarzwildes, erinnert aber auch daran, dass das von der Jägerschaft gesetzte Ziel, im „Landkreis Hameln-Pyrmont im laufenden Jagdjahr mindestens 2000 Sauen zu erlegen,“ bereits erreicht sei.

Und um der Afrikanischen Schweinepest möglichst keine Chance zu geben, trotz respektabler Abschussquote dennoch auf die heimischen Wildschweinbestände überzugreifen, rat er Jägerinnen und Jägern zu penibler Wildbrethygiene vor allem bei der Entsorgung der Reste beim Zerlegen des Wildes: Hier sei die Entsorgung über Fachunternehmen der sicherste Weg, Jagdabfälle von Wildschweinaufbrüchen loszuwerden.

Denn, so erklärt Ziegler, es sei zu befürchten, dass die Afrikanische Schweinepest „keine vorübergehende Erkrankung des Sauenbestandes bedeutet“. So wüte beispielsweise auf der Insel Sardinien ein bestimmtes ASP-Virus bereits seit dem Jahr 1978, weiß Hameln-Pyrmonts Jägermeister zu berichten.

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