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Fraktionsvorsitzender: „Irgendwo muss der Verkehr fließen“ / Lärmschutz sicherstellen

AfD für Elektrifizierung der Bahnstrecke

HAMELN-PYRMONT. Die Kreistagsfraktion der AfD unterstützt die Pläne des Bundes, die Bahnstrecke Hameln–Elze zu elektrifizieren. Dr.-Ing. Jürgen Schönbrodt, Fraktionschef und von Berufs wegen Eisenbahnfachmann, bezeichnet es als nachvollziehbar und verkehrspolitisch notwendig, den Knotenpunkt Hannover zu entlasten.

veröffentlicht am 01.01.2019 um 19:17 Uhr

Das Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge wird schwerer zu erreichen sein, wenn die Bahnschranken auf der Zufahrt häufiger geschlossen sind. Die AfD fordert deshalb den Bau einer Unterführung. Foto: Dana
Marc Fisser

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Marc Fisser Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Autobahnen seien am Ende ihrer Kapazitäten, die niedersächsische Hauptstadt als Bahn-Drehkreuz ebenfalls. „Irgendwo muss der Verkehr fließen“, stellt Schönbrodt fest. Nun gelte es, „mit kühlem Kopf alles zu bedenken“, damit die Anrainer im Weserbergland vor dem Schall der Züge bestmöglich geschützt werden. Der Erhalt von Wohnqualität liege ebenso im öffentlichen Interesse wie eine bessere bahntechnische Anbindung des Weserberglandes. „Dazu muss genügend Geld in die Hand genommen werden“, sagt Schönbrodt. Zudem sei etwa die Zuwegung zum Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge „vernünftig zu gestalten“; die Schranken des Bahnübergangs werden bei zunehmendem Zugverkehr häufiger geschlossen sein, deshalb sei der Bau einer Unterführung folgerichtig.

Eine Delegation, angeführt von Landrat Tjark Bartels (SPD), wird sich im Januar in Berlin bei Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) näher informieren und eigene Interessen deutlich machen. Der Bund hatte dem Projekt, die Strecke mit einer Oberleitung zu versehen, kürzlich die höchste Prioritätsstufe gegeben. Bartels sowie die Bürgermeister der betroffenen Städte und Gemeinden vermuten dahinter ein Manöver zulasten Hameln-Pyrmonts. Der Bau der Oberleitung würde es Fernzügen zwischen Berlin und Ruhrgebiet ermöglichen, Hannover im Falle von Störungen oder Überlastungen zu umfahren. Sie würden über Elze, Hameln, Bad Pyrmont und Paderborn geleitet. Jetzt wollen die Kommunen erreichen, dass die Nachteile möglichst gering gehalten werden und für die Region Verbesserungen im Personenverkehr herausspringen. Zwischen Hameln und Hildesheim verkehren bislang Dieseltriebwagen im Nahverkehr der untersten Kategorie.



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