weather-image
×

Jäger bitten, Hinweise zu beachten

Achtung: Jetzt ist die Zeit der Drückjagden

WESERBERGLAND. Es läuft die Zeit der Drückjagden. In verschiedenen Regionen des Weserberglandes wird seit einigen Jahren revierübergreifend gejagt. Dies ist vor allem deshalb wichtig, um die Bestände, besonders des Schwarzwildes, nicht explodieren zu lassen und um die Gefahr der Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu mindern.

veröffentlicht am 19.11.2021 um 11:00 Uhr

Autor

Reporter

Würde diese ausbrechen, hätte das zahlreiche Konsequenzen für alle Menschen – Bauern können nicht mehr auf ihre Felder, für Spaziergänger und Freizeitsportler sind Wald und Feld tabu.

Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, laden Revierinhaber von Oktober bis Januar zur Jagd auf Wildschweine und anderes Wild ein. Dabei wird Sicherheit großgeschrieben – für Jägerinnen und Jäger, Treiber, Waldbesucher und Waldnutzer, Verkehrsteilnehmer und Hunde gleichermaßen. Das funktioniert aber nur, wenn alle mitmachen. Die Jägerschaft Hameln-Pyrmont bittet deshalb darum, einschlägige Warnhinweise zu beachten. Hinweisschilder wie „Achtung Jagd“ weisen an Straßen und Wegen darauf hin, dass eine Bewegungsjagd stattfindet. Wildtiere und Jagdhunde können dann Straßen auch tagsüber überqueren.

„Wir bitten Autofahrer, die Warnschilder zu beachten und die Geschwindigkeit deutlich zu drosseln. Tempo 60 statt 100 reduziert den Bremsweg bereits um mehr als die Hälfte“, erklärt Thorsten Bund, Vorsitzender der Jägerschaft Hameln-Pyrmont. Erholungssuchende sollten die mit Schildern und Absperrbändern markierten Gebiete unbedingt meiden.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Thorsten Bund.

Für Jägerinnen und Jäger gelten strenge Sicherheitsvorschriften bei den Treib- oder Drückjagden. Dies beginnt beim Tragen von gut sichtbarer Sicherheitsbekleidung in Signalfarben. Jagdteilnehmer werden vor Beginn der Jagd auf ihrem Hochsitz eingewiesen, Schussbereiche festgelegt. Grundsätzlich gilt: Die Kugel darf nur in Richtung Boden abgefeuert werden, nicht jedoch in Richtung Menschen, Siedlungen oder Verkehrswege. Darüber hinaus hat jeder Jagdleiter für seine Jagd wegen der Corona-Pandemie ein Hygienekonzept nachzuweisen, das in Hameln-Pyrmont zentral über die Jägerschaft entwickelt worden ist.

Bewegungsjagden, ob in einem Revier oder revierübergreifend, dauern etwa zwei bis drei Stunden und ermöglichen eine effektive Bejagung des Wildes. Treiber und speziell ausgebildete Hunde haben die Aufgabe, Wildschweine, Rehe, Dam- und Rotwild aufzuspüren. Die Wildtiere sollen möglichst ruhig unterwegs sein, eine Hetze ist verboten. Die Jagden liefern hochwertige Nahrungsmittel. Wildbret ist in der Weihnachtszeit besonders gefragt. So mancher Jagdpächter und Eigenjagdbesitzer hat eine Liste mit Bestellungen vorliegen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Anzeige

Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

Immobilien mieten

Immobilien kaufen