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Ob es ein neues Tarifsystem für Hameln-Pyrmont gibt, hängt aber nicht nur von den Kosten ab

44 neue Busse für ein besseres Angebot

Hameln-Pyrmont. Seit Jahren nutzen immer weniger Fahrgäste den Linienbusverkehr im Landkreis. Folge: Um trotzdem kostendeckend fahren zu können, haben die Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) seit 2012 die Fahrpreise angehoben. Von einem neuen Tarifsystem erhofft die Mehrheitsgruppe aus SPD und Grünen, diesen Trend zu stoppen und den Busverkehr attraktiver und lukrativer zu machen.

veröffentlicht am 16.03.2016 um 12:56 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Einstimmig ist der Kreistag einem entsprechenden Antrag gefolgt, mit dem die Kreisverwaltung beauftragt wird, mit den beteiligten Verkehrsunternehmen und den Städten Hameln und Bad Pyrmont als bisherigen Trägern ein neues System abzustimmen und die finanziellen Folgen zu untersuchen. Über eine Umsetzung soll später entschieden werden. „Die Fahrpreise müssen wieder so attraktiv sein, dass die Menschen ihre Autos stehen lassen oder sie es sich überhaupt leisten können, den Bus zu nehmen“, gab Burkhard Schraps (SPD) die Zielrichtung vor. Zur Diskussion stehen bekanntlich ein Nahtarif für sämtliche Fahrten innerhalb des Stadt- oder Gemeindegebietes an einem Tag einschließlich Rückfahrt und ein Ferntarif für alle Fahrten innerhalb des Kreisgebietes an einem Tag, die über das Stadt- oder Gemeindegebiet hinausgehen, ebenfalls einschließlich Rückfahrt. „Wir sind grundsätzlich für ein neues Tarifsystem, aber es gibt Risiken, und die gilt es zu klären“, sagte Rolf Keller (CDU). Seine Fraktion hatte sich mit dem Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Hameln-Pyrmont, Thorsten Rühle, zusammengesetzt, um von ihm etwas über die finanziellen Folgen zu erfahren. Netto werde es Erlösminderungen in Höhe 5,5 Millionen Euro geben, und um die auszugleichen, müssten 1,6 Millionen Fahrkarten mehr verkauft werden, sagte er unter Berufung auf Rühle. Benötigt würden zudem 44 zusätzliche Busse. „Das alles muss bezahlbar sein“, so Keller, der dazu riet, vor einem Beschluss die in Planung befindliche Fusion der drei Verkehrsgesellschaften im Kreis abzuwarten. „Der ÖPNV muss bezahlbar sein, aber für wen?“ entgegnete Constantin Grosch (SPD) und verwies darauf, dass ein Linienbusangebot zur Grundversorgung gehöre. Ein weiterer Antrag von SPD und Grünen passierte den Kreistag ebenfalls einstimmig. Die Verwaltung soll prüfen, ob es möglich ist, den Betrieb von Bürgerbussen auszuweiten. uk



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