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Aktualisiertes Buch führt zu Parks und Gärten im Weserbergland

43 Kleinode neu entdeckt

WESERBERGLAND. Es war ungemein beliebt, aber seine 3000 Exemplare sind inzwischen längst vergriffen. Außerdem ist das, was es – Stand 2004 – abbildet, in die Jahre gekommen. Nicht zuletzt gibt es zum Gezeigten neue Erkenntnisse. In der Summe sind das für die Schaumburger Landschaft gleich drei gute Gründe, das Buch „Gärten im Weserbergland: Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“, zusammen mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen neu aufzulegen.

veröffentlicht am 28.10.2018 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 28.10.2018 um 18:00 Uhr

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Autor:

Thomas Wünsche
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Ab sofort ist es im Handel erhältlich und macht auf dem weihnachtlichen Gabentisch sicherlich eine gute Figur.

„Die aus der Feder von Petra Widmer stammenden Texte sind von dem Landschaftsarchitekten Henning Dormann überarbeitet und aktualisiert worden“, berichtet Lu Seegers, die die knapp 100 Seiten starke Neuauflage gemeinsam mit Verleger Jörg Mitzkat vorstellte. Die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft: „Gegenüber dem Erstling sind 90 Prozent der von Sigmund Graf Adelmann, Henning Dormann, Sigurd Elert und Jörg Mitzkat geschossenen und durchweg stimmungsvollen Fotos neu.“ Lediglich die historischen Aufnahmen wurden übernommen. Besitzer der Ausgabe von 2004 können also vergleichen, wie sich die 43 Parks und Gärten im Laufe von 14 Jahren verändert haben – vom Park an der „Klus“ in Bückeburg bis zum Rittergut Voldagsen bei Coppenbrügge.

Dass der Landkreis Hameln-Pyrmont dabei gut vertreten ist, versteht sich fast von selbst. Schließlich geht das Vorwort schon auf Adlige wie Hilmar von Münchhausen oder Jürgen von Klencke ein, die zu großem Reichtum gekommen waren. „Damit bauten sie imposante Schlösser wie Schwöbber, Hehlen und die Hämelschenburg“, heißt es dazu. Im Weserbergland befinde sich mit dem Park von Schloss Schwöbber in Aerzen beispielsweise eine der frühesten Anlagen, die sich im 18. Jahrhundert in dem neuen Stil der englischen Landschaftsgärten versuchten. Als Klassiker gilt der mehrfach überregional ausgezeichnete Kurpark Bad Pyrmont, der für einen Besuch empfohlen wird. Als Beispiele der Anlagen für die 1950er bis 1970er Jahre nennt das Buch den Hamelner Bürgergarten, die aktuellen Tendenzen können im Kurpark Bad Münder bewundert werden. Die ältesten Anlagen sind die Klostergärten in Amelungsborn und Fischbeck. Dazwischen spannt sich die ganze Gestaltungsbandbreite, vom Barockpark bis zum Landschaftsgarten. Weitere Beispiele aus der Region sind Rittergüter wie etwa in Hasperde, Harderode, Diedersen oder Hastenbeck.

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„Neue Erkenntnisse“, so Mitzkat, „gibt es zum Beispiel über das Gut Meinbrexen bei Höxter. Der dortige Park wurde nämlich ganz bewusst als Freimaurergarten angelegt.“ Das wisse man erst seit 2011. Einen breiteren Raum nimmt der Kurpark von Bad Nenndorf ein.

„Alle 43 Gärten sind auf zwei übersichtlichen Klappkarten im Einband verzeichnet“, sagt Seegers. Jedes Gartenporträt enthält Lageskizze, Anfahrtbeschreibung, Öffnungszeiten und Kontakttelefonnummer. Eine weiterführende Literaturliste über die Gärten der Region und die Gartenbaukunst im Allgemeinen rundet das Werk ab.


Das Buch „Gärten im Weserbergland ist im Verlag Jörg Mitzkat (Holzminden) erschienen, hat knapp 100 Seiten und kostet 19,80 Euro. ISBN 978-3-95954-053-7.



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