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Königsdisziplin beim Gran-Fondo-Radrennen / Weitere Strecke über 95 Kilometer / 732 Teilnehmer starten

164 Kilometer durch das Weserbergland

WESERBERGLAND. „Sei ein Profi für einen Tag“ – das Motto der weltweiten Gran-Fondo-Rad-Serie galt auch in Hameln bereits zum dritten Mal. Als am frühen Sonntag um 7 Uhr die Stadt noch schlief, waren die Sportler schon hellwach. Immerhin 732 Hobby-Fahrer und Amateure nahmen dieses Erlebnis unter Profibedingungen an der Rattenfänger-Halle in Angriff.

veröffentlicht am 02.09.2018 um 17:49 Uhr

Anspruchsvolle, aber landschaftlich reizvolle Strecke: Die Tour führte über zwei Distanzen durch die Region. Foto: Wfx

Autor:

Matthias Abromeit
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95 Kilometer oder auch die Königsstrecke mit ihren 164 Kilometern und 2600 Höhenmetern forderte sie heraus. Jochen Wallenborn nach 4:25:17 Stunden und Janine Meyer (4:35:37) vom Team LeXXi aus Hürth waren die Schnellsten auf der 194-Kilometer-Strecke.

„Das Grand Fondo ist 2011 in New York entstanden. Ein gemeinsamer Radrenn-Ausflug. Mittlerweile gibt es weltweit 20 Veranstaltungen mit 40 000 Teilnehmern, neben Hameln aber nur noch zwei in Europa. In Portugal und Polen“, erklärte Cheforganisator Kenny Abel.

Er war eine halbe Stunde vor dem Start schon wieder entspannt. Denn das eine Jahr Vorbereitung vor jedem Rennen ging zu Ende – und alles war gerichtet. „Wenn mein Telefon nicht klingelt, gibt es von unseren Vorauskommandos keine Probleme zu berichten“, freute er sich. Streckensperrungen, Absicherung, Streckenposten – alles klappte offenbar. Auch die im dritten Jahr gewachsene Kooperation mit den drei betroffenen Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Hildesheim zeigt Erfolge.

Polizei sichert das Radrennen entlang der Strecke. Foto: Wfx
  • Polizei sichert das Radrennen entlang der Strecke. Foto: Wfx
In Hameln ging das große Teilnehmerfeld an den Start – eine Neuauflage gibt es 2019. Foto: mha
  • In Hameln ging das große Teilnehmerfeld an den Start – eine Neuauflage gibt es 2019. Foto: mha

Das schätzen auch die Fahrer. Die Triathleten des ESV Hameln waren im Dutzend angetreten. „Dass die Strecke komplett gesperrt ist, macht das Ganze so attraktiv. Es gibt im Ith und den anderen Bergstrecken tolle Abfahrten. Die machen noch mehr Spaß, wenn man weiß, dass einem kein Auto entgegenkommt“, sagt Britta Anderson vom ESV.

Auch Susanne Feldmann war diesem Reiz erlegen. Sie war schon am Vortag aus Bremen angereist. „Dort haben wir nicht so viele Sportveranstaltungen. Und erst recht nicht solche schönen“, sagte sie, noch in ihrem schwarzen Renndress. „Das muss ich aber ausziehen“, sagte sie und zeigte ihr darunter grün leuchtendes Gran-Fondo-Trikot. „Das ist Pflicht. Wer es nicht trägt, wird disqualifiziert“, sagte sie.

Das hatte auch optischen Wert. Als sich um Punkt 7 Uhr der Lindwurm in Bewegung setzte, schimmerte es überall grün. Zwei Minuten lang. Erst dann war auch der letzte Teilnehmer über die Startlinie gefahren. Die Hamelner, die Bremerin, Teilnehmer aus ganz Deutschland „und auch Gäste aus vielen anderen Nationen haben wir. Der mit der weitesten Anreise kam aus Chile“, sagt Abel.

Und es gibt eine Fortsetzung. Bei diesem Erfolg kein Wunder. „Am 1. September 2019 steigt die vierte Ausgabe in Hameln. Seit Sonntag, 10 Uhr, ist das Meldeportal freigeschaltet“, sagte er. Und Anmeldungen kamen schon. „Es gab einige, die gleich nach der Ziellinie ihr Handy zückten und sich gleich für das nächste Jahr angemeldet haben. Das ist natürlich auch eine schöne Bestätigung unserer Arbeit“, sagte Abel.



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