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Investition über 35,7 Millionen Euro

144 Wohnungen neu im Kreis Hameln-Pyrmont gebaut

HAMELN-PYRMONT. Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind im vergangenen Jahr 144 Neubauwohnungen entstanden – 90 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich die Baugewerkschaft IG BAU und die Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben.

veröffentlicht am 01.08.2018 um 17:56 Uhr

Ein Mitarbeiter einer Baufirma studiert den Bauplan für das Erdgeschoss eines Neubaus. Foto: Bündnis Wohnen

Autor:

Gabriele Müller
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Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Hameln-Pyrmont demnach im vergangenen Jahr 35,7 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn der Kreis Hameln-Pyrmont seinen Beitrag zur Wohnraum-Offensive der Bundesregierung leisten will. Denn der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Niedersachsen betroffen ist“, sagt Eckhard Stoermer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285 000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375 000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Niedersachsen noch bundesweit aus“, so der Regionalleiter der IG BAU in Niedersachsen, Eckhard Stoermer. Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Niedersachsen und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum.

Auch das Wohneigentum im Kreis Hameln-Pyrmont müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen.

An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die „politische Power“ zu geben, die der Bau braucht. „Es kommt darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Hameln-Pyrmont und ganz Niedersachsen in Berlin Farbe bekennen. Sie müssen sich für ein deutlich dickeres Baupaket im nächsten Bundeshaushalt stark machen, von dem dann auch die Menschen im Kreis Hameln-Pyrmont mehr profitieren“, sagt Eckhard Stoermer von der IG BAU.



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