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Vor 40 Jahren gründeten acht Männer den Verein, der vor 30 Jahren das Heimatmuseum eröffnen konnte

Zwei Geburtstage in einem

LÜGDE. Die Anhänger und Unterstützer des Heimatmuseums füllten am Samstagnachmittag die Deele des Heimatmuseums, als es gleich zwei Jubiläen zu feiern galt, die eigentlich keine so richtigen sind. Denn anstatt der üblichen Jubiläumsfeiern in 25-Jahre-Schritten hatte der Heimat- und Museumsverein 30 Jahre Bestehens des Heimatmuseums zu feiern und – quasi als Voraussetzung dafür – die Gründung des Heimat- und Museumsvereins vor stolzen 40 Jahren.

veröffentlicht am 02.10.2017 um 12:54 Uhr

Der stellvertretende Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Willi K. Schirrmacher überreicht Josef Hoppenstock die Ehrenurkunde. Mit dabei: der neue Vorsitzende Werner Friese (li) und Josef Rüsenberg. Foto: rr
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Rudi Rudolph Reporter
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Damals hatten sich, wie der aktuelle Vorsitzende Werner Friese in seiner Laudatio anmerkte, acht Bürger der Stadt getroffen, um in Eigeninitiative ein Museum zu schaffen. „Förderverein Lügde“ sollte der Verein heißen, und schon nach kurzer Zeit gehörten ihm über 200 Mitglieder an. Das Treffen fand im „Westfälischen Hof“ statt, und der Hauptinitiator war Erwin Willeke, der es auch schaffte, Josef Hoppenstock von der Notwendigkeit eines Vereins zur Förderung und Pflege des Brauchtums der Stadt Lügde zu überzeugen. Dazu kamen Karl-Walter Köhne, Horst Allnoch, Walter Becker, Günter Ostermann und Karl-Bernhard Siegmann, der Wirt des „Westfälischen Hofes“, wurde als Mitglied gleich einkassiert. Am 15. August 1977 wurde der Verein aus der Taufe gehoben, und es ging sofort mit bemerkenswerten Aktionen los. 1979 wurde am Kirchberg eine Schutzhütte errichtet, und die Stadt Lügde erwarb das Haus Hintere Straße 86 und stellte es dem Förderverein zur Verfügung. Sie sorgte auch für die Finanzierung des Projekts, doch steckten die Mitglieder des Fördervereins trotzdem rund 8000 Stunden Eigenarbeit hinein.

Vor

30 Jahren konnte die Fertigstellung dann gebührend gefeiert werden. Über die ganzen Jahre hat Josef Hoppenstock den Verein begleitet. Zunächst als stellvertretender Kassierer, dann als 1. Kassierer, von 2003 bis 2009 als stellvertretender Vorsitzender und von 2009 bis 2017 als Vorsitzender. Dieses herausragende Engagement würdigte der stellvertretende Vorsitzende des Lippischen Heimatbundes, Willi K. Schirrmacher, mit einer launigen Rede, einer Ehrenurkunde und, als besondere Überraschung für den Geehrten, mit der Lippischen Rose in Silber. „Es kommt auf die Menschen an, die den Verein voranbringen“, sagte er, doch da hakte Josef Hoppenstock ein. „Das verdanke ich vor allem meiner Frau Ursula, die mir immer freien Lauf gegeben hat. Ihr widme ich diesen Preis, aber ebenso Heinz Blome und Erwin Willeke, dem zu verdanken ist, dass dieses Haus hier steht.“

Die zahlreichen Aktivitäten in der Vergangenheit wie der Bau der Freizeitanlage am Kirchberg, die Pflege von Wanderwegen und die Aufstellung von Bänken sowie die inzwischen 81 Ausstellungen werden von den heutigen Mitgliedern zeitgemäß fortgeführt. Neben den „Arbeitseinsätzen“ stehen traditionelle Feste wie Kartoffelbraten, Weinfeste, Maifeiern und Schlachteessen auf dem Programm. Auch Ausstellungen wird es weiterhin geben. Mit den tatkräftigen Helfern kann der Verein durchaus positiv in die Zukunft schauen, auch wenn er gegen die Überalterung kämpfen muss. Denn, so Werner Friese, „wer 1977 35 Jahre alt war, ist heute 75.“

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