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Beim Jahreskonzert des Blasorchesters dreht sich alles um Amerika

Wild-West-Klänge im Schützenhaus

Lügde. „Go West“ lautete das Programm der berühmten Lügder „Heavy-Metal-Band“ Blasorchester der Stadt Lügde. Der Dirigent Jörn Diekmann machte in seiner Ansprache vor den rund 280 Gästen im Lügder Schützenhaus aber schon klar, dass er „Heavy Metal“ sachgemäß zu interpretieren sei und als „Schweres Blech“ eher auf die Tubas anspiele. Und die Tuba stand auch im Mittelpunkt des „Tuba Tiger Rag“. Andreas Flader bewies mit seinem Solo, dass man es mit diesem Schwermetallinstrument auch richtig krachen lassen kann.

veröffentlicht am 31.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von Carlhermann Schmitt
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Gemeinsam mit Stephanie Schraven führte Diekmann durch das bunte Programm, mit dem das Blasorchester seine Besucher begeisterte. Wie das Motto „Go West“ andeutete, spielte die Musik in Amerika. Vor allem in den USA, aber mit dem Medley „Samba Time“ und „Viva Brasil“ auch in Südamerika. Eingeläutet wurde der erste Teil mit dem Marsch „Semper Fidelis“. Und von der „New York Overture“ ging es dann über Gilbert O’Sullivan, der eigentlich Ire ist, aber vor allem die Damen in den 70er Jahren mit Hits wie „Clair“ begeisterte, direkt zur West Side Story.

Im zweiten Teil frönten die 42 Musiker im Alter von 13 bis 74 Jahren zunächst dem Blues, dann wurde Ennio Morricone als Musikmeister des Westerns bemüht, was den Stücken zu vollkommen neuen Perspektiven verhalf. Statt eines einsamen Cowboys, spielte eine ganze Abteilung Mundharmonika. Anders als in Westerstreifen, in denen ein Tumbleweed, eins dieser runden Sträucher, vom Wind getrieben durch die leeren Gassen rollt, während der Cowboy einsam auf seinem Weg zum finalen Duell hindurchreitet, erinnerte der orchestrale Sound am Samstag eher an eine Invasion Luft gestützer Bodentruppen.

Trotz wohlgemeinter Aufforderung der Moderatoren, das Publikum möge beim Grooven, Samba oder Mambo ein bisschen aus sich herausgehen, blieben die Gäste hinter ihren Fähigkeiten zurück bis zur Zugabe: Da hat das Blasorchester nämlich das Motto begraben und mit böhmischen Polkas und preußischen Märschen den psychomotorischen Nerv der Gäste getroffen. Es wurde mitgeklatscht und gestampft und das Blasorchester der Stadt Lügde mit anhaltendem Applaus gefeiert.

Bevor Lügdes Bürgermeister Heinz Reker vom Jörn Diekmann den Taktstock überreicht bekam, um das Orchester zum Abschluss zu dirigieren, bedankte sich der Vorsitzende Heinz Krantz für den Beifall, der die Musiker für viele Stunden der Vorbereitung und des anstrengenden Übens entschädigte. „Es war ein streckenweise steiniger Weg, den wir gegangen sind und unsere Familien mit uns, um hier ein Konzert aufführen zu können, mit dem wir Sie hoffentlich gut unterhalten haben.“ Das haben sie, das machten die Gäste noch einmal mit einem Riesen-Applaus deutlich.

Die blauen Uniformen passten hervorragend zum Motto „Go West“ beim Konzert des Blasorchesters. Über 40 Männer und Frauen beschallten den Saal. yt

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