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Landrat Friedel Heuwinkel warnt: Herausforderungen im sozialen Bereich werden größer

Sozialausgaben steigen um 10 Millionen Euro

Kreis Lippe (red). Von 2005 bis 2008 sind die Ausgaben des Kreises Lippe für Sozialhilfeaufwendungen wie Hartz IV-Ausgaben um rund zehn Millionen Euro gestiegen. Das ist ein Anstieg von rund elf Prozent. Ein wesentlicher Grund für den Anstieg liege in den gestiegenen Hartz IV-Aufwendungen, sagte Landrat Friedel Heuwinkel (CDU) bei der Vorstellung des Sozialleistungsberichts 2008 im Detmolder Kreishaus. Insgesamt 100 Millionen Euro gab der Kreis Lippe im Jahr 2008 für die Sozialhilfe aus.

veröffentlicht am 09.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

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„Für den Kreis Lippe wird es mit Blick auf die steigenden Ausgaben immer schwieriger, den Herausforderungen im sozialen Bereich gerecht zu werden“, sagte der Landrat weiter. „Die Ausgaben stellen einen hohen Kostenblock dar und belasten über die Kreisumlage auch die Städte und Gemeinden.“ Dabei nehmen neben den Zahlungen an Hartz-IV-Empfänger der Bereich Pflege mit Aufwendungen von rund 10,4 Millionen Euro sowie die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit etwa 11 Millionen Euro bedeutende Kostenblöcke ein. Zudem deckt die Sozialhilfe weitere Leistungen ab wie die Schwerbehindertenangelegenheiten, Betreuungsstelle, Ausbildungsförderung, Heimaufsicht oder Krankenhilfe.

Zwar sank die Zahl der Bedürftigen von 2007 bis Mitte 2008 durch die entspannte Situation auf dem Arbeitsmarkt um 11,7 Prozent. Die erhöhten Heizkosten durch die Öl- und Gaspreissteigerungen in den vergangenen Jahren sowie die ab Mitte 2008 beginnende Finanzkrise hätten aber wieder zu stärkeren Belastungen geführt.

Ein weiterer Grund für die gestiegenen Gesamtaufwendungen sind die Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung. Diese stiegen konjunkturunabhängig seit Jahren deutlich an. Seit 2005 ist die Zahl der Leistungsberechtigten um etwa 30 Prozent gestiegen. Anspruchsberechtigt sind Menschen ab dem 65. Lebensjahr oder dauerhaft erwerbsgeminderte Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht vollständig aus eigenen Mitteln bestreiten können. „Dieser Zuwachs zeigt, dass immer mehr ältere Personen aufgrund zu geringer Rentenansprüche auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind“, sagte Landrat Heuwinkel.

Mit knapp 100 Millionen Euro ist das Sozialhilfebudget der größte Leistungsblock im Haushalt des Kreises Lippe und macht rund ein Drittel des Gesamtvolumens aus. Der Sozialleistungsbericht gewährt einen Überblick über die sozialen Aufgaben des Kreises.

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