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Warum die Stadt Lügdes Straßen künftig mit modernen LED-Laternen beleuchten will

Schnäppchen für eine halbe Million Euro

Lügde (yt). Lügde lässt es krachen – zumindest optisch. Der Bauausschuss möchte die Straßenbeleuchtung auf neueste Technik mit Licht emittierenden Dioden (LED) umstellen. Betroffen sind fast alle 1300 Laternen, die jetzt hauptsächlich mit Natriumdampf- oder Quecksilberdampfhochdrucktechnik leuchten. Kostenpunkt: 670 000 Euro.

veröffentlicht am 09.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Klingt viel, entpuppt sich aber als Schnäppchen: „Wir bekommen einen Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der Anschaffungskosten“, rechnete Bauamtsleiter Günter Loges jetzt den Politikern im Lügder Bauausschuss vor. „Verbleiben noch rund 500 000 Euro.“

Loges macht folgende Rechnung auf: „Wir sparen mit den LED-Lampen pro Jahr 252 000 Kilowattstunden ein. Bei einer konservativen Schätzung von 18 Cent pro Kilowattstunde bedeutet das 54 000 Euro weniger an Energiekosten.“ Damit hätte sich die Anschaffung bereits nach gut acht Jahren amortisiert.

Allerdings gesteht der Bauamtschef: „Wir haben das Geld nicht auf der hohen Kante. Aber wir würden einen zinsgünstigen Kredit von der KfW-Bank bekommen.“ Die Zinsen für zehn Jahre Laufzeit eingerechnet, habe sich die Anschaffung in gut zehn Jahren amortisiert. Und mit Zins und Tilgung liege die Belastung der Stadt nicht wesentlich über der jetzigen, bei der sie jährlich für 436 000 Straßenlampen-Kilowattstunden zahlen müsse. „Nicht eingerechnet ist hierbei die Ersparnis bei Wartung und Austausch der nicht billigen Leuchtmittel“, legte Loges als Bonbon obendrauf. Denn LED-Lampen halten deutlich länger als herkömmliche Leuchtmittel.

Loges erhielt das Votum des Bauausschusses, die entsprechenden Anträge für die Förderung auf den Weg zu bringen. Er sicherte den Mitgliedern aber auch zu, sich des Vorschlags von Manfred Kuczera (FWG) anzunehmen. Der hatte angeregt, die Laternen bei einer privaten Firma zu mieten, die sie aufstellt und wartet. „Da diese Firmen einerseits Geld verdienen müssen, andererseits nicht auf Fördermittel zurückgreifen können, bezweifle ich aber, dass wir damit besser fahren“, schränkte Loges die Hoffnung auf eine für die Stadt Lügde günstigere Variante allerdings ein.

Am Lügder Weinberg lässt die Stadt schon einige LED-Laternen zur Probe leuchten. Welcher Typ das Rennen macht, ist noch nicht entschieden. Foto: jl

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