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Was Roman Niehaus mit dem Bau-Meier-Komplex in Elbrinxen vorhat

Pflegeheim oder Wohnungen

Lügde/Elbrinxen. Schon eine Woche, nachdem der Hammer bei einer Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG gefallen ist, steckt der neue Eigentümer des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Bau-Meier-Unternehmensgruppe in Elbrinxen, Roman Niehaus, mitten in Plänen und Verhandlungen. In dem 20 Jahre alten Bau soll ein Pflegeheim entstehen. Vorausgesetzt, die Ämter spielen mit.

veröffentlicht am 28.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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„Wir führen schon Verhandlungen mit zwei Interessenten, die dort gern ein Pflegeheim etablieren wollen“, so Niehaus. Die potenziellen Pächter seien in jedem Fall erfahrene Leute, die schon mehrere Heime betreiben. „Das ist mir auch wichtig, dass da vernünftige Betreiber reinkommen“, so der Bauunternehmer. Je nachdem, wie der künftige Pächter den Umbau des Gebäudes dann wünscht, arrangiere er die Arbeiten zum „altersgerechten Wohnen“.

In einem Gespräch von Bürgermeister Heinz Reker und dem Elbrinxer Ortsbürgermeister Hermann Wenneker mit dem Käufer und einer seiner Architekten entscheidet sich in der nächsten Woche, wie die Zukunft des Hauses aussieht. Erlaubt die Verwaltung ein Pflegeheim nicht, will Niehaus „preiswerte“ Wohnungen in die 2000 Quadratmeter Nutzfläche einbauen, „nach den heutigen Ansprüchen, mit Balkon und nicht so groß, eher nur zwei und drei Zimmer“. Vier bis fünf Euro könne voraussichtlich da der Quadratmeter zur Miete kosten. Drei Architekten sollen sich letztlich um die Gestaltung kümmern. Die finden im Bau-Meier-Komplex eine „gute Bausubstanz“ vor, so der 55-Jährige.

Er hatte am vergangenen Wochenende in Köln 300 000 Euro für die Immobilie geboten und den Zuschlag erhalten. Das Auktionsunternehmen hatte den Bau für 199 000 Euro aufgerufen. Im Vorfeld sprach der Repräsentant des Auktionshauses Gerhard Bein von fünf Interessenten (wir berichteten). Niehaus setzte sich durch und ist sehr zufrieden mit seinem Griff: „Es wurde immer beheizt und ist deshalb trotz zehn Jahren Leerstand in gutem Zustand.“ In spätestens fünf Monaten, so schätzt er, werden alle Baumaßnahmen im Komplex abgeschlossen sein. Im hinteren Bereich des 10 000 Quadratmeter großen Grundstückes möchte Niehaus zudem Einfamilienhäuser errichten. Das große Gelände sei für ihn auch ein Kaufargument gewesen.

Der Düsseldorfer kauft in der ganzen Bundesrepublik große Immobilen, lässt sie von den 40 für ihn tätigen Handwerkern umbauen und vermietet sie schließlich weiter. Vor kurzem habe er beispielsweise ein Kloster gekauft und 40 Wohnungen darin entstehen lassen. Sogar ein denkmalgeschütztes Schloss habe er schon hergerichtet. Hinzu kommen Immobilien, die er in den neuen Bundesländern gekauft und vermietet habe. Seine Gesellschaft habe 20 Gebäude in ganz Deutschland.

Vor der Auktion schauten sich Gerhard Voß von der Sparkasse Paderborn-Detmold und Repräsentant der Auktionsfirma Gerhard Voß sich die Räume genau an.jl

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