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Stadt plant fast 600 000 Euro ein

Lügdes kleine Brücken gehen ins Geld

LÜGDE. Fast republikweit zählen Brücken zu den Problembauwerken. Mit der dauerteilgesperrten Emmerbrücke im Verlauf der Eschenbrucher Straße hat auch Lügde so ein Sorgenkind. Für diese Querung ist allerdings das Land zuständig.
Mit den Brücken, die in ihrer Verantwortung liegen, steht die Stadt dagegen ganz gut da.

veröffentlicht am 11.10.2017 um 21:58 Uhr

Kurz, unscheinbar – und teuer: die Schierenbergbrücke in Lügde. Für ihre Erneuerung hat die Stadt 45 000 Euro veranschlagt. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Schon vor Jahren hat Lügde ein spezielles Sanierungskonzept aufgelegt, das sich nach den Ergebnissen der turnusmäßigen Brücken-Hauptprüfungen richtet. Die finden alle sechs Jahre statt. Stellen die dazu angeheuerten externen Experten Mängel fest, landet die jeweilige Brücke auf der Liste – entweder als Sanierungsobjekt oder als Kandidatin für einen Neubau. Welche Querungen dringend zu überholen sind und wo noch Zeit ist, hängt sowohl vom festgestellten Zustand als auch davon ab, wie intensiv die jeweilige Brücke genutzt wird. Und, nicht zuletzt: von den Kosten, die so manches Aufschieben bedingen.

Bis zur nächsten Hauptprüfung in vier Jahren stehen – inklusive der 2017er-Projekte – drei Neubauten und 13 Sanierungen an. „Bei der nächsten Hauptprüfung müssen wir uns dann wieder überraschen lassen“, sagt Bauamtsleiter Gregor Günnewich. Weil die in der Vergangenheit beanstandeten Brücken seit den letzten Prüfungen kontinuierlich abgearbeitet worden seien, sehe er dieser Prüfung aber recht gelassen entgegen.

Den dicksten Brocken im eher schmalen Programm 2017 macht die Eschenbach-Querung zwischen Schierenbergstraße und Oelwiese in Lügde aus. Weil die Politiker 2016 nicht mitzogen, als die Stadtverwaltung hier eine günstigere Trittstein-Querung für Fußgänger vorschlug, ist der Neubau nun mit 45 000 Euro kalkuliert. Er ist noch nicht erledigt, steht aber nach wie vor auf der Liste. In Elbrinxen standen drei Sanierungen im Bereich Ilsenbach an. Macht inklusive 3000 Euro jährlicher Prüfkostenpauschale alles in allem 78 000 Euro.

2018 wird mit 128 000 Euro ein etwas kostspieligeres Jahr. Für den Neubau der Elbrinxer Brücke „Am Wehr“ kalkuliert die Stadt 35 000 Euro. Sanierungen sind an einer Wörmke-Querung in Ratsiek (42 000 Euro), über die Niese (25 000 Euro) und am Feuerwehrgerätehaus (8000 Euro) in Niese sowie zu einem Grundstück in Elbrinxen geplant (5000 Euro).

Deutlich teurer wird es dann 2019: Allein mit 200 000 Euro ist ein Neubau am Dallensenweg gelistet. Sanierungsposten sind eine weitere Grundstücksbrücke in Elbrinxen (12 000 Euro), eine in Niese (15 000 Euro) und eine am Uhlensenweg (50 000 Euro).

Für 2020 sieht der Aufwand mit bisher drei Sanierungen überschaubar aus: einer Wörmkebrücke in Sabbenhausen (5000 Euro), der Pumpstation in Niese (2500 Euro) und der Eschenbach-Querung am Meinteweg (6000 Euro).

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