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Mehr Fördergeld für Schulsanierung

Lügder Konzept überzeugt Gutachter: „Sensationeller Erfolg“

LÜGDE. Glück muss man auch können. Und Lügdes Stadtverwaltung kann’s ganz offenbar: „Glückwunsch, Sie haben gewonnen“, hörte Bürgermeister Heinz Reker am Mittwoch. Denn Lügde ist eine von drei Kommunen in ganz NRW, die auf Geld aus dem 16-Millionen-Euro-Fördertopf „KommunalerKlimaschutz.NRW“ hoffen können.

veröffentlicht am 14.09.2017 um 23:00 Uhr

Die Sanierung der Johannes-Gigas-Schule kann umfassender ausfallen. Denn Lügde kann auf Zuschüsse aus einem weiteren Fördertopf hoffen. Zur guten Nachricht aus dem Forschungszentrum Jülich sagt Bürgermeister Heinz Reker: „Ein sensationeller Erfolg“.
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Wieviel von dem Geld letztlich als Zuschuss zur Sanierung der Johannes-Gigas-Schule an die Emmer fließt, weiß Bürgermeister Heinz Reker zwar noch nicht. Denn die 16 Millionen Euro werden unter Lügde Münster und Dormagen ausgeteilt. Aber dass die Stadt zu den Auserwählten unter elf Bewerbern gehört, betrachtet er als „sensationellen Erfolg“. Denn jetzt kann die Stadt in ihrer weiterführenden Schule „alles angreifen“. Das heißt: Neben dem Schultrakt mit den Fachräumen im Osten können nun auch die anderen alten Gebäudeteile saniert werden. „Neue Fenster und eine neue Heizung brauchen wir ja auch dort“, sagt Reker. Der jährliche Unterhaltungsbedarf liege derzeit bei bis zu 180 000 Euro. Der werde durch die Sanierung drastisch sinken. „Das finanzielle Fundament dafür ist jetzt da.“

Mindestens 12 Millionen Euro werden die Arbeiten auf dem Ramberg wohl insgesamt kosten. Müsste Lügde diese Summe ganz allein stemmen, dann bliebe die Stadt irgendwann gar kein finanzieller Spielraum mehr. So aber wird sie mit etwas Glück die Hälfte der Kosten mit Zuschüssen aus Düsseldorf, Berlin und Brüssel bezahlen können. Denn fast 4,8 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln hatte die alte NRW-Regierung noch im Frühjahr für den Umbau des Schulzentrums zum „Bürger- und Bildungscampus“ zugesagt (wir berichteten).

Nun überzeugten die Lügder das unabhängige Gutachtergremium des Projektträgers ETN am Forschungszentrum Jülich mit ihrem im März eingereichten Klimaschutzteilkonzept „öffentliche Liegenschaften“. Das Ziel: Das Heizen der Gigas-Schule soll nach der Sanierung 90 Prozent weniger Treibhausgas freisetzen als heute. Außerdem sollen ein Radweg zum Ramberg gebaut werden und obendrauf eine Ladestation für E-Bikes.

Den noch vom ehemaligen Bauamtschef Jens Bossen „in Koproduktion Günnewich, Wigge, Reker“ erarbeiteten Antrag gab der Bürgermeister im März selbst in Jülich ab. „Das war nicht irgendein Antrag, sondern der Antrag dieser Wahlperiode“, sagt er. Das Feintuning kommt aber noch: „Jetzt müssen wir den konkreten Bauantrag mit sauberen Kostenschätzungen ausarbeiten.“

Wenn alles glatt läuft, könnte der Umbau noch 2018 starten. Rekers Hoffnung: „Wenn wir 2020 fertig sind, wäre das schön.“

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