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„Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor groß“

Landesverband Lippe unterstützt Initiative der „Schlossmäuse“

LEMGO. Es ist bereits einige Zeit ins Land gegangen, seit die „Schlossmäuse“ auf dem Areal von Schloss Brake ein Zuhause gefunden haben: Im April 2015 konnte die Initiative Räume der Domäne beziehen, um eine Kleiderstube für Flüchtlingskinder zu eröffnen. Ihre wertvolle ehrenamtliche Arbeit ist trotz des Rückgangs der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge nach wie vor sehr gefragt und geschätzt. Inzwischen können alle bedürftigen Kinder von der Kleiderstube profitieren.

veröffentlicht am 26.10.2017 um 18:40 Uhr

Verbandsvorsteherin Anke Peithmann (4 v. re.) kam mit den „Schlossmäusen“ ins Gespräch. Foto: Landesverband Lippe

„Wir haben seinerzeit sehr gern die Räume den ‚Schlossmäusen‘ kostenfrei zur Verfügung gestellt, und das werden wir auch weiterhin so handhaben, weil wir auf diese Weise den ehrenamtlichen und äußerst sinnvollen Einsatz der derzeit 16 ‚Schlossmäuse‘ nachhaltig unterstützen können“, sagte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann bei einem Besuch der Kleiderstube. Die 16 Frauen, die die Kleiderstube betreuen, berichteten Peithmann über ihre Arbeit: „Mir war nicht bewusst, dass trotz des Rückgangs der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge die Nachfrage in der Kleiderstube ungebrochen hoch ist. Und ich freue mich, dass so viele Lemgoer Bürger, Firmen und Geschäfte die ‚Schlossmäuse‘ nach wie vor so intensiv unterstützen. Die Hilfsbereitschaft ist erfreulicherweise immer noch groß.“ Monika Lietz-Heger berichtete von der Arbeit der 16 Frauen: „Wir haben jeden Samstag von 13 bis 16 Uhr geöffnet und können in dieser Zeit durchschnittlich 30 Kinder mit Kleidung, Schuhen, Spielzeug, Kinderwagen oder Pflegeprodukten für Babys und Kinder versorgen.“ Der überwiegende Teil der Familien, die mit ihren Kindern zu den „Schlossmäusen“ kommen, sind Flüchtlinge: „Schließlich werden die Kinder älter und größer, sie benötigen immer wieder neue Kleidung oder Schuhe.“ Ein sehr schöner Aspekt ihrer Arbeit sei zudem, dass auch Schwangeren mit vielen für die Baby-Erstausstattung benötigten Sachen geholfen werden kann. Aber auch bedürftige Kinder aus sozial benachteiligten Familien können die „Schlossmäuse“ versorgen: „Wir arbeiten dabei eng mit den entsprechenden Behörden bei der Stadtverwaltung zusammen. Wir wollen möglichst alle bedürftigen Kinder in Lemgo erreichen“, betont Ursula Rohloff.

Elsbeth Heym hebt hervor, dass die Spendenbereitschaft ungebrochen ist: „Wir bekommen nicht nur zahlreiche Sachspenden, sondern auch viele Geldspenden – manchmal ganz spontan von Bürgern, die keine Kinderkleidung oder Ähnliches mehr haben oder auch von Firmen. Das Geld nutzen wir hauptsächlich, um neue Schuhe zu kaufen, die wir an die Kinder weitergeben.“red

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