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Engelhardt Falkenhagen ist Spezialist für Abwasserbehandlung und Wasseraufbereitung

„Kunststoff ist ja so charmant“

FALKENHAGEN. Das Rätsel um die Abkürzung „EFA“ ist schnell gelöst. Sie bedeutet schlicht und einfach „Engelhardt Falkenhagen“. Torben Engelhardt ist Geschäftsführender Gesellschafter, also Chef der EFA Chemie GmbH und findet: „Kunststoff ist ja so charmant.“ Weil dieses Produkt nämlich unempfindlich gegen vielerlei chemische Einflüsse ist. Und eben deshalb gehört er – neben Edelstahl – zu den Hauptwerkstoffen, die die EFA Chemie GmbH verwendet.

veröffentlicht am 09.10.2017 um 14:52 Uhr
aktualisiert am 09.10.2017 um 15:30 Uhr

In einer der EFA-Produktionshallen schneidet Anlagenbauer Jakob Pries große Kunststoffplatten zurecht, die später zu einem Abwasserbehälter zusammengchweißt werden sollen. Foto: BR
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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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Das Falkenhagener Unternehmen befasst sich mit den Bereichen Abwassereinigung und Wasseraufbereitung. Es stellt die dazu notwendigen chemischen Substanzen her, aber auch die benötigten Maschinen, deren Behälter wegen der genannten Eigenschaften aus Kunststoff gefertigt werden, während der Unterbau aus Gründen der Stabilität in der Regel aus Edelstahl besteht. „Allerdings liegt unsere Kundschaft nicht im Bereich kommunaler Betriebe, also etwa Kläranlagen, vielmehr richten wir unser Augenmerk auf die private Wirtschaft.“ Zum Beispiel auf Druckereien, wie Engelhardt im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert. Und da ist die EFA bundesweit im Geschäft.

Wenn Druckereien etwa an ihren Maschinen einen Farbwechsel vornehmen, müssen die Walzen und alle übrigen Teile, die beim Druckvorgang mit Farbe in Berührung kommen, vorher gereinigt werden. Das geschieht am einfachsten mit Wasser, das dann aber ebenfalls gereinigt werden muss, weil es in verschmutztem Zustand nicht in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden darf. „Und da treten wir auf den Plan“, erklärt Torben Engelhardt“, „da können wir nicht nur für nahezu jede Farbenart das passende Pülverchen anbieten oder es notfalls in unserem Labor entwickeln, sondern auch die notwendigen Maschinen liefern“. Dabei handelt es sich dann um Abwasserbehandlungsanlagen, deren Reinigungskapazitäten von 100 bis hin zu 50 000 Litern reichen. Sie filtern nicht nur die Farbreste aus dem Wasser, sondern trocknen auch die verbleibenden Farbschlämme so weit, dass sie dann an Entsorgungsfirmen weitergegeben werden können. Dort werden die Schlämme dann erneut chemisch-physikalisch behandelt und gehen schließlich in die Verbrennung.

Wir können für nahezu jede Farbenart das passende Pülverchen anbieten oder es notfalls in unserem Labor entwickeln.

Torben Engelhardt, Geschäftsführender Gesellschafter bei EFA

Ein weiteres EFA-Standbein sind Anlagen zur Wasseraufbereitung. Die werden, so Engelhardt, unter anderem in der Lebensmittelindustrie benötigt. So dürfe Wasser, das in Dampfkesseln oder in offenen Kühlkreisläufen zum Einsatz komme, nicht einfach aus der Leitung entnommen werden, es unterliege vielmehr strengen Hygienevorschriften. Zudem gelte es, dieses Wasser, auch zum Schutz der Anlagen, zuvor in Filtereinrichtungen von Kalk, aber auch von weiteren Substanzen wie etwa Magnesium zu befreien. Und auch dieses Wasser dürfe nach Gebrauch nicht ohne Nachbehandlung in den Abfluss laufen. „Aber wenigstens“, fügt Engelhardt hinzu, „kann man bei Wasser, das auf diese Weise physikalisch vorbehandelt worden ist, im Nachgang auf eine ganz Menge Chemie verzichten“.

„Die ist für 300 Liter pro Stunde ausgelegt“, erläutert Torben Engelhardt eine der kleineren EFA-Reinigungsmaschinen, die sich kurz vor der Endmontage befindet. Foto: br
  • „Die ist für 300 Liter pro Stunde ausgelegt“, erläutert Torben Engelhardt eine der kleineren EFA-Reinigungsmaschinen, die sich kurz vor der Endmontage befindet. Foto: br
Auch Wartungsarbeiten gehören zum Aufgabenbereich des Unternehmens. EFA-Mitarbeiter Uwe Mühlenbernd reinigt eine Bandfilteranlage, die zur Entwässerung von Farbschlämmen dient. Foto: br
  • Auch Wartungsarbeiten gehören zum Aufgabenbereich des Unternehmens. EFA-Mitarbeiter Uwe Mühlenbernd reinigt eine Bandfilteranlage, die zur Entwässerung von Farbschlämmen dient. Foto: br
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