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„Straßen.NRW“ will 150 000 Euro Mehrkosten durch Standort-Verlegung nicht zahlen / Loges: „Nicht glücklich“

Keine Chance gegen den Funkmast vor der Altstadt

Lügde (jl). Wer künftig aus Richtung Emmer auf die Stadt guckt, wird einen weniger idyllischen Anblick haben als bisher. Denn „Straßen.NRW“ will in der Nähe des Emmertunnel-Betriebsgebäudes einen 16 Meter hohen Funkmast errichten lassen. Und Lügdes Politiker verhindern das nicht. Im Bauausschuss rangen sie sich jetzt dazu durch, den Mast-Standort zu akzeptieren. Sie segneten das Vorhaben bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung mehrheitlich ab. Dies allerdings nicht etwa, weil ihnen die historische Lügder Altstadt-Silhouette egal wäre. Sondern: des Geldes wegen. Eine Verlegung des Masts um 150 Meter stromabwärts würde nämlich laut Straßen.NRW 150 000 Euro zusätzlich kosten. Und die müsste die Stadt berappen. Denn das Land ist nicht bereit, diese Mehrkosten zu tragen.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

Die Fotomontage zeigt den 16 Meter hohen Mast vor Lügdes Altstad
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„Das ist kein einfaches Thema“, befand Bauamtsleiter Günter Loges. Dass der Mast hermüsse, sei unstrittig, weil nur er eine unterbrechungsfreie Funkstrecke für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Tunnel gewährleiste.

Weil das Stadtbild aus seiner Sicht geschont werden sollte, hatte Loges beim Land eine Verlegung beantragt. Erfolglos. Und auch seine Hoffnung auf Rückendeckung durch die Denkmalpflege hat sich zerschlagen. Denn deren Stellungnahme half nicht weiter. Die Behörde sieht den Blick auf die Altstadt durch den Mast zwar beeinträchtigt. Sie stuft diese Störung aber als „nicht erheblich“ im Sinne des Denkmalschutzgesetzes ein. Denn die Lügder Altstadt steht nicht in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz. „Ich finde das nicht glücklich“, sagt Loges, der dem Land gegenüber auch damit argumentiert hat, dass der Tunnel doch extra landschaftsschonend gebaut worden sei. „Aber wir wollen es auch nicht zu hoch hängen.“

Was den Politikern die Entscheidung erleichterte, sprach einer von ihnen aus: „Das Betriebsgebäude stört viel mehr als der Mast.“

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