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Lieder aus der Mottenkiste

„Heia Safari“ mit der Kolpingsfamile

LÜGDE. Einen tiefen Griff in die musikalische Mottenkiste der Volkslieder tat die Lügder Kolpingsfamilie am Freitagabend im urigen Gewölbekeller des Klosters. Dabei gibt es doch viele zeitgemäße Lieder.

veröffentlicht am 08.10.2017 um 12:37 Uhr

Die Kolpingsfamilie singt im urigen Gewölbekeller des Klosters. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Günter Ostermann am Keyboard und Ernst Strahl an der Gitarre hatten für ein „Offenes Singen“ eine Menge Volks- und Wanderlieder, Trink- und Studentenlieder ausgegraben, die gleich vor Beginn auf dem langen Tisch verteilt lagen. Sorgfältig kopiert und geheftet fand man da lange nicht gehörte und doch bekannte Lieder wieder, wie etwa „Horch, was kommt von draußen rein“, „Die blauen Dragoner, sie reiten“ oder sogar die „Ode an die Freude“.

Stimmkräftig intonierten die rund 20 Anwesenden ein Repertoire von Liedern, das man noch aus der eigenen Pfadfinder- oder CVJM-Zeit von vor fünfzig Jahren kennt und das heutzutage manchmal recht grenzwertig erscheint. Wenn man in der Gegenwart Lieder hört, in denen „auf schmalem Negerpfad geschritten“ wird, und der Jäger „Heia Safari“ ruft, fühlt man sich schon aus der Zeit gefallen. Doch den meist älteren Anwesenden machte das nichts aus, sie verlebten einen fröhlichen Abend, bei dem auch der Genuss verschiedener Getränke nicht zu kurz kam. Allerdings schien es entgegen der Ankündigung eines „Offenen Singens“ eher eine kolpings-interneVeranstaltung zu sein, denn die in der Einladung erwünschten Gäste blieben aus. Dabei hätte es vielleicht gutgetan, mit frischen Ideen die als musikalische Grundlage benutzte gute alte Mundorgel zu beleben und zu ergänzen. Denn das Reservoir und Repertoire an historischen Volksliedern ist riesengroß und enthält viele Stücke, die auch heute noch zeitgemäß sind. Kein Wunder, wenn sich gerade junge Leute nicht für diese Art von musikalischem Erbe interessieren.

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