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Beim Martinimarkt in Elbrinxen

Federvieh und allerlei Unterhaltung

ELBRINXEN. Der Posaunenchor Elbrinxen spielt „Yesterday“ – wohl im wehmütigen Andenken an jenes Gestern, als beim Martinimarkt nicht nur das heimische Bläserensemble, sondern auch das Wetter mitspielte. Das war am Wochenende als der Traditionsmarkt sein 90-jähriges Bestehen feiern konnte, nun wahrlich nicht der Fall.

veröffentlicht am 29.10.2017 um 17:53 Uhr

Hoch her geht’s an der Bierrutsche, die die Frauenabteilung des TSV Elbrinxen aufgebaut hat. Foto: br
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Burkhard Reimer Reporter
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Da wird man durchaus demütig“, sagte Oliver Jürgens, Vorstandsmitglied des veranstaltenden Heimat- und Verkehrsvereins Elbrinxen, „und freut sich über jeden, der kommt“.

Dennoch geht es bereits am Samstagnachmittag in den Straßen des Ortskerns, dort, wo das große Zelt, die Buden und die Stände aufgebaut sind, recht munter zu. Und auch in der Marktscheune, in der vor allem die Anbieter von Kunstgewerblichem ihre Stände haben, herrscht zwar kein Andrang, aber es finden sich doch immer wieder Besucher ein. „Insofern haben wir ja noch Glück gehabt“, räumt Jürgens ein, kann er doch am Sonntagnachmittag immerhin „verhaltenen Besucherzuspruch“ feststellen.

War der Martinimarkt, wie so viele Herbstmärkte im ländlichen Raum, einst ein reiner Viehmarkt, so ist die Veranstaltung längst zu einem Anziehungspunkt für Besucher geworden, die Freude an ausgefallenen Dekorationsartikeln haben, die gleichermaßen liebevoll wie gekonnt angefertigte Handarbeiten zu schätzen wissen, oder die sich schon einmal ein wenig auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit einstimmen lassen möchten. Zu und von all dem gibt es auf dem Martinimarkt eine Vielzahl von Angeboten.

Handzahm ist der Buntfalke Vinnie, den Joelina Müller selber aufgezogen hat. Foto: br
  • Handzahm ist der Buntfalke Vinnie, den Joelina Müller selber aufgezogen hat. Foto: br
Als „Bauer Pirklekump“ treibt Stephan Rodefeld sein amüsantes Unwesen. Foto: br
  • Als „Bauer Pirklekump“ treibt Stephan Rodefeld sein amüsantes Unwesen. Foto: br
Von viel Kreativität zeugen die Handarbeiten von Sabine Beine aus Horn-Bad Meinberg. Foto: br
  • Von viel Kreativität zeugen die Handarbeiten von Sabine Beine aus Horn-Bad Meinberg. Foto: br

Zudem haben auch örtliche Vereine und Verbände wieder die Möglichkeit erhalten, sich zu präsentieren. Wie zum Beispiel die Lügder Rassegeflügelzüchter, die sich gemeinsam mit dem Storchenverein Elbrinxen und dem Hegering Lügde-Köterberg vorstellen. Neben allerlei buntem Federvieh gibt es einen Brutkasten mit Wachteleiern zu sehen, aus denen im Laufe des Marktwochenendes Küken schlüpfen sollen. Die Rollende Waldschule macht in Elbrinxen Station und, als besondere Attraktion, sind lebende Greifvögel wie das prachtvolle Habichtweibchen Esmeralda und den hübsche kleinen Buntfalken Vinnie zu bewundern, die Hegeringsmitglied Daniel Müller und seine Tochter Joelina mitgebracht haben.

Gejohle und Freudengeschrei verraten bereits von Weitem den Standort der „Bierrutsche“, mit der die Frauenabteilung des TSV Elbrinxen ihren Beitrag zum Budenzauber leistet. Ein umfangreiches Kuchenbuffet, bestückt von Mitgliedern des Heimat- und Verkehrsvereins sowie von Eltern des Kindergartens Sabbenhausen, lockt mit süßen Verführungen, und weil der Markt sein 90-Jähriges feiert, hat die Bäckerei Wieneke zahlreiche Gänse aus Kuchenteig beigesteuert.

Und dann ist da noch ein besonderer Gast. Stephan Rodefeld aus Melle zieht als „Bauer Pirkelkump“ mit flotten Sprüchen die Aufmerksamkeit des amüsierten Publikums auf sich. Anziehungspunkte sind auch die Losbude und der Schätzstand von DLRG und Jugendfeuerwehr. An der Losbude konnte man gegen geringen Einsatz ofenfertiges Geflügel gewinnen, beim Schätzwettbewerb, dessen Erlös der DLRG-Jugendarbeit zugutekommen soll, lockten unter anderem ein 150-Euro-Einkaufsgutschein sowie Eintrittskarten für die „Dinner for One“-Aufführung am Silvesterabend als Hauptpreise.

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