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Der FWG-Vorsitzende Klaus Meier will die Drake-Statue nach Sabbenhausen holen

Ein neuer Platz für das Bronzepony

Sabbenhausen. Noch vor drei Wochen war die Zukunft des Bronzeponys, das bis vor kurzem noch auf dem Marktplatz stand, ungewiss. Seit den 80er Jahren wird das Pony auf dem Lügder Marktplatz schon erklettert und gestreichelt. Zurzeit wird es an einem sicheren Ort verwahrt. An seinen alten Platz im Herzen der Stadt kann es nach dem Exil nicht zurück. Neben den neuen Ziegen, die bald die Stadtmitte zieren sollen, passt es dann nämlich nicht mehr. Wohin also mit dem vertrauten Shetland-Pony, das nach einer Skulptur des Bildhauers Heinrich Drake (1903-1994) gegossen wurde ?

veröffentlicht am 29.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

von Julia Rau
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Drake wurde in Ratsiek geboren, zog Jahre später in die damalige DDR und erlangte dort landesweiten Ruhm, bekam Nationalpreise und wurde sogar in die Deutsche Akademie der Künste aufgenommen. Die meisten seiner Werke stehen in Berlin, zum Beispiel im Tierpark, der Nationalgalerie oder am Märkischen Museum. Das Pony ist eine Kopie einer Statue, die in Berlin steht. Von dieser wurde ein Abdruck gemacht. Hätte man versucht, die Plastik selbst nach Lügde zu transportieren, wäre das vor dem Mauerfall wohl mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden gewesen. „Der Künstler kommt aus Ratsiek, also macht es denke ich Sinn, das Pony herzuholen“, so Klaus Meier, Vorsitzender der Lügder FWG und Mitglied des Fördervereins Sabbenhausen e.V., im Gespräch. Er habe sich schon mit Bürgermeister Heinz Reker unterhalten, um das Pony nach Sabbenhausen zu holen, da beide Orte eng verbunden sind. „Das ist nicht abwegig, dass die Figur dort hinkommt“, sagte Reker den PN. Da der Bildhauer aus Ratsiek komme, würde sich anbieten, das Pferd dort zu platzieren. „Aber die Suche nach einem Standort in der Stadt ist noch nicht abgeschlossen“, ergänzt der Bürgermeister. Die dürfte allerdings nicht einfach sein, denn die meisten exponierten öffentlichen Plätze sind schon mit Statuen und anderen Kunstobjekten besetzt. Am Kreisel steht die „Zigarrendreherin“, am Marienplatz wird das Stadtrelief platziert und im Emmerauenpark stehen die Spielgeräte.

„Sobald Herr Meier mir den Antrag bringt, werde ich damit in die Politik gehen“, so der Bürgermeister, der die Entscheidung über den Verbleib natürlich nicht allein treffen kann. Bisher habe sich außerdem noch kein weiterer Interessent für die Figur zu Wort gemeldet. Gute Chancen also für Sabbenhausen, den Vierbeiner zu bekommen.

In dem Ortsteil soll es dann in den neuen Dorfplatz integriert werden, so Meier. Dort wurde nach einem Brand das alte Schulgebäude abgerissen und nun ein Dorfmittelpunkt zum Entspannen hergerichtet. Wo genau werde man sehen, wenn der Dorfplatz nahezu fertig ist, also im Sommer. Baulich sind laut Meier keine großen Vorbereitungen zu treffen, um das Pony aufstellen zu können. Der Wunsch, das Shetland-Pony nach Sabbenhausen zu holen, entspricht laut Meier auch denen der Einwohner von Ratsiek und Sabbenhausen. „Den Antrag bekommt der Bürgermeister nächste Woche von mir“, kündigte er an.

Das Pony würde dann zwischen Bänken, Hecken und einem Glockenturm stehen, der, wie Meier Donnerstag auf einer Veranstaltung der FWG sagte, für mittlerweile unter 17 000 Euro restauriert werden könne.

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