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Lügde blickt in die Zukunft – und steht vor großen Herausforderungen

Die historische Baukultur als Chance

LÜGDE. „Altstadtlust“ – so lautet eine Überschrift des Zukunftsprogramms für historische Stadtkerne. Formuliert hat das die Arbeitsgemeinschaft, zu deren Gründungsmitgliedern Lügde zählt. In dem 30-seitigen Traktat wird eine ganze Reihe von Zielen genannt, mit denen die historische Baukultur als Chance für eine gelebte Individualität herausgearbeitet werden soll.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 15:49 Uhr

Beim Osterräderlauf wurden die Fachwerkhäuser Lügdes mit Strahlern eindrucksvoll inszeniert. Foto yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Wohnen mit Format und Qualität gehört dabei ebenso zum Kanon wie der Platz für Handel, Dienstleistungen und Handwerk. „Die historische Stadt soll nicht zum Freiluftmuseum verkommen“, versicherte Bauamtsleiter Jens Bossen den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, als er von der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft berichtete. Im Gegenteil müsse die Stadt ständig weiterentwickelt werden, um aktuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne dabei ihren besonderen Charakter zu verlieren. Der Charakter, der die Stadt als Erlebnisfeld sowie für Tourismus und Kultur als feste Bestandteile für die lokale Wertschöpfung auszeichne. „Der Eventcharakter kann beispielsweise durch Lichteffekte in der Nacht angemessen inszeniert werden.“

Mit einem 300 Seiten starken Buch „Erbe im Gepäck – Zukunft im Blick“ wirbt die Arbeitsgemeinschaft der historischen Stadt- und Ortskerne für die integrierte Stadtentwicklung, in der bürgerliches Engagement gemeinsam mit Handel, Wirtschaft und Denkmalpflege das baukulturelle Erbe weiterentwickeln und zum Nutzen aller Kunst und Kultur mit Tradition und Moderne dergestalt verknüpfen, dass die Lebensqualität einzigartig und die Historie greifbar ist. „Gerade auch durch die Fortführung von Konzepten mit modernen Mitteln, die den Bruch bewusst erlebbar machen und dennoch eine Einheit spürbar“, erklärte Bossen. Dabei unterstrich er, dass das Neue mindestens so gut sein müsse, wie das Alte gewesen ist.

Die Herausforderungen sind groß. Darauf wies auch Torben Blome (SPD) hin, der Techniken wie Solarpaneelen und Parabolantennen für Satellitenempfang ansprach. Aber der Einsatz lohne, versicherte Bossen, der gerade die menschlichen und zwischenmenschlichen Vorteile des Lebens in der Altstadt herausstrich, die lebendigen Nachbarschaften ebenso ansprach, wie die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und die zukunftsfähigen Erwerbstätigkeiten, die sich im Rahmen einer Alltagsbelebung in der Altstadt ergeben werden.

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