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Ein rauschender Singabend

Chor „Shine A Light“ vermittelt jede Menge Spaß

LÜGDE. Total erschöpft und offensichtlich überglücklich stürzten sich die Mitglieder des Chores „Shine A Light – modern choir“ am Samstagabend in die After-Show-Party, hatten sie doch soeben ein fulminantes Programm mit vollem Kehlen- und Körpereinsatz gemeistert. Das 10-jährige Jubiläum dieses überaus erfolgreichen Chores, der im November 2007 auf dem Hagen seinen Anfang nahm, war Anlass, den Lügder Klostersaal als Bühne zu nehmen und sich mit einem Programm zu präsentieren, das so ziemlich weit ab von traditioneller Chormusik liegt.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 17:18 Uhr

Die Mitglieder des Chores „Shine A Light “ interpretieren das Lied “Ring Of Fire“ im Lügder Klostersaal. Foto: ar
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Dafür vermittelte der Auftritt jedoch eines: einen riesigen Spaß an der Musik, fünfstimmige Exaktheit ohne Noten- oder Textbücher zu benötigen, tolle Solisten und Bewegung auf der Bühne mit kleinen Showeinlagen und ideenreichen Kostümen.

Chor-Puristen mögen nörgeln, es seien ja nur englische Stücke im Programm, doch das macht andererseits auch seinen Reiz aus. Die 50 Jahre Zeitreise vom Rock’n’Roll bis heute, beginnend mit „Love Shine A light“, dann fortgesetzt mit „Happy Together“ und „Hit The Road Jack“ lassen sich einfach nicht ins Deutsche übertragen und gleichermaßen mit Power und Vehemenz singen. Dazu die ebenfalls für einen Chor ungewöhnliche Begleitung mit Gitarre, manchmal sogar mehreren, Cajon oder Trommel, bei irisch anmutenden Songs wie „Scarborought Fair“ sogar mit der guten alten Blockflöte. Das hatte Atmosphäre, das klang wie das Original und hatte doch seinen ganz eigenen Charakter.

Der voll besetzte Klostersaal ging mit, man klatschte und wiegte sich zu den Songs, viele hatten die Texte parat und sangen mit. Auch die beiden Bürgermeister, Klaus Blome aus Bad Pyrmont und Heinz Reker aus Lügde, ehrten das 10-Jährige mit ihrer Anwesenheit und hatten ihre Freude an den Hits, die sie noch selbst als junge Leute erlebt hatten. Quirlig und bunt ging es durch den Abend, und während die Sängerinnen und Sänger in der ersten Hälfte in strengem Schwarz und ein wenig Silber auftraten, wurde die zweite Hälfte entschieden bunter. Farbige Hemden, Shirts und Blusen, dann mit glitzernden Maskierungen ein Ausflug in die ebenso bunte Neue Deutsche Welle.

Mit zahlreichen tollen Ideen wurde hier Chormusik gemacht, die von „Ring Of Fire“ mit einem „Feuerring“, den Ricarda Böhnke gekonnt kreisen ließ, über „I Don’t Like Mondays“ mit seinem tragischen Hintergrund bis hin zu tiefgehenden Stücken reichte. Besonders beeindruckend das „Africa“, bei dem mit geriebenen Händen, Fingerschnipsen und Klatschen ein leichter Regen bis zum Wolkenbruch und Gewitter simuliert wurde, das „Baba Yetu“ (Vater unser) und ebenso das „Adiemus“, das glatt eine Gänsehaut erzeugte. Diese aus der Werbung bekannte Melodie, gesungen in einer nur aus willkürlichen Silben zusammengesetzten Kunstsprache, zeigte das hohe gesangliche Niveau, auf dem sich der Chor befindet. Verantwortlich dafür Chorleiter Volker Vormann, der alle Stücke am Keyboard begleitete.

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