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368 von insgesamt 5880 kontrollierten Autos waren am Freitag und Samstag zu schnell unterwegs

Blitzlichtgewitter im gesamten Kreisgebiet

Lippe/Lügde (red/jl). Trotz eisiger Kälte haben die lippische Polizei und die mobile Verkehrsüberwachung der lippischen Kreisverwaltung im Rahmen der Verkehrskampagne „Brems Dich – rette Leben!“ ab Freitag 24 Stunden lang im gesamten Kreisgebiet Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.

veröffentlicht am 13.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 21:41 Uhr

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Dabei wurden insgesamt 368 Temposünder erwischt. Der Einsatz fand von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr statt, und die gesamte Palette der Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung wurde genutzt.

Insgesamt 5880 Fahrzeuge wurden in Lippe kontrolliert, 368 Fahrer waren zu schnell unterwegs. In acht Fällen war die festgestellte Geschwindigkeitsüberschreitung so hoch, dass neben einem empfindlichen Bußgeld auch ein Fahrverbot von mindestens einem Monat verhängt wird.

Innerhalb geschlossener Ortschaften, bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern stellte die Polizei die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung mit vorwerfbaren 88 km/h fest. Außerhalb geschlossener Ortschaften, bei erlaubten 70 km/h, lag der Spitzenreiter bei 128 Stundenkilometern.

Auch im Bereich Lügde rückten die Beamten an, diesmal allerdings ausnahmsweise nicht an der Pyrmonter Straße, sondern auf der Landesstraße 614 in Höhe der Abzweigung nach Harzberg. Während der zweistündigen Kontrolle wurden hier am Freitagnachmittag insgesamt 115 Fahrzeuge gemessen – was allerdings nicht der absoluten Zahl der passierten Wagen entsprechen muss. Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen hielt sich hier allerdings in Grenzen – schließlich waren die kreisweite Blitz-Offensive im Vorfeld bekanntgemacht worden. Dennoch gingen den Beamten vor dem Schiedersee drei Temposünder ins Netz: Eine Anzeige bekam ein Autofahrer, der statt der hier erlaubten 70 Stundenkilometer, nach Abzug der Toleranz, mit 92 km/h unterwegs war. Darüberhinaus schrieben die Polizisten zwei Verwarnungen.

Hintergrund der massiven Mess-Aktion: Eine zu hohe Geschwindigkeit gilt als der Killer Nummer eins auf Deutschlands Straßen. Auch in Lippe sterben jedes Jahr zu viele Menschen auf der Straße. Ende Februar soll die aktuelle Unfallentwicklung des vergangenen Jahres auf einer Pressekonferenz landesweit vorgestellt. „Dann wird uns erneut die harte Realität in Zahlen vor Augen geführt“, heißt es in einer Mitteilung der Ordnungshüter vom Sonntag. „Ein toter Mensch bedeutet Trauer, Schock, Wut und Verzweiflung für mehr als 100 Menschen.“ Und die Polizei verspricht: „Wir werden alle polizeilichen Anstrengungen unternehmen, um dies zu verhindern.“ Doch auch die Verkehrsteilnehmer müssten mithelfen. „Zu schnell fahren ist ein tödliches Risiko. Es ist nicht Leichtsinn, sondern Irrsinn.“

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