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Auch im Kreis Lippe gibt es ab sofort eine neue Berechtigungskarte für bestimmte Menschen

Blau oder orange – Parken nur mit Ausweis

Kreis Lippe (red). Um gehbehinderten Menschen, Rollstuhlfahrern, aber auch blinden Menschen lange Wege zu ersparen, gibt es speziell gekennzeichnete Behindertenparkplätze. Nur, wer einen gültigen Parkausweis für Schwerbehinderte besitzt, darf diese reservierten Parkplätze benutzen. Neben dem schon bekannten und in der gesamten Europäischen Union gültigen blauen gibt es jetzt auch den sogenannten orangen Parkausweis, der das Parken für bestimmte Personengruppen erleichtert.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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„Um den blauen Parkausweis beantragen zu können, benötigt man einen gültigen Schwerbehindertenausweis oder einen Feststellungsbescheid nach dem Schwerbehindertenrecht mit den Merkzeichen aG für außergewöhnliche Behinderung oder BI für Blindheit,“ erklärt Annika Tiemann vom Bürgerservice des Kreises Lippe. Die Kreisverwaltung stellt die Parkausweise für die lippischen Städte und Gemeinden, mit Ausnahme von Detmold, Bad Salzuflen, Lemgo und Lage aus. Diese Kommunen haben eigene Anlaufstellen. Außerdem können Menschen mit beidseitiger Amelie – den Menschen fehlen beide Arme, Phokomelie – die Hände und Füße setzten unmittelbar an den Schultern beziehungsweise Hüften an oder mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen den Parkausweis beantragen. Mit dem orangen Parkausweis wiederum kann der Inhaber zwar diverse Erleichterungen, wie das Parken im eingeschränkten Halteverbot oder in der Fußgängerzonen während der Zeit der Ladetätigkeit, in Anspruch nehmen, darf aber nicht die amtlich eingerichteten Behindertenparkplätzen benutzen. Den orangen Parkausweis können folgende Personengruppen beantragen: Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung von mindestens 80 allein für Funktionseinschränkungen an den unteren Gliedmaßen und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken, Schwerbehinderte Menschen mit den Merkzeichen G und B und einem Grad der Behinderung von mindestens 70 allein für Funktionsstörungen an den unteren Gliedmaßen und der Lendenwirbelsäule, soweit sich diese auf das Gehvermögen auswirken und gleichzeitig einen Grad der Behinderung von mindestens 50 allein für Funktionsstörungen des Herzens oder der Atmungsorgane, Morbus-Crohn oder Colitis-Ulkerosa-Erkrankte, wenn hierfür ein Grad der Behinderung von mindestens 60 vorliegt sowie schwerbehinderte Menschen mit künstlichem Darmausgang und zugleich künstlicher Harnableitung, wenn hierfür ein Grad der Behinderung von mindestens 70 vorliegt.

Die Unterlagen können in Kopie mit einem kleinen Anschreiben per Post, per Fax oder E-Mail eingeschickt werden. Die Ausstellung von Schwerbehindertenparkausweisen ist gebührenfrei. Die Bearbeitungszeit kann bis zu sechs Wochen dauern.

Der Bürgerservice ist montags bis donnerstags von 7.30 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 15 Uhr geöffnet, zusätzlich jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 12.30 Uhr. Mehr Informationen auch unter 05231/62300.

Gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe platziert, ermöglicht der orange Parkausweis bestimmten Personengruppen verschiedene Parkerleichterungen. Foto: pr

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