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Die alte Brücke ist verschwunden – aber die Fuhler sichern sich Erinnerungsstücke

Zwei Teile bleiben übrig

FUHLEN/HESSISCH OLDENDORF. Es hat zwar etwas länger gedauert als geplant, doch am Ende hat die alte Weserbrücke erwartungsgemäß den Kränen und Schneidbrennern nachgegeben.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 18:03 Uhr

Diese zwei Teile der Brücke möchte Heiko Eggers in Fuhlen aufstellen lassen. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Eigentlich sollte der Abbau bereits am Sonntag, 27. Januar, abgeschlossen werden, doch am darauffolgenden Montag stand noch der größte Teil der Stahlkonstruktion. Auch am Dienstag hatten die Arbeiter noch gut damit zu tun, die verbliebenen drei Teilstücke zu zertrennen und abzutransportieren. Mittlerweile ist von der Rundbogenbrücke selbst nichts mehr zu sehen. Den Betonpfeilern rückte am Freitag eine Abrissbirne zuleibe – auch sie mit ihren 1,5 Meter tiefen Fundamenten werden bald zerkleinert und abgetragen sein.

So ganz aus der Welt ist die 1953 erbaute Brücke damit trotzdem nicht. Schon bevor das neue Bauwerk über die Weser geschoben wurde, hat sich die Fuhler Dorfgemeinschaft mit der Bitte an das Abrissunternehmen gewandt, einen Teil der alten Brücke im Ort aufstellen zu dürfen. Und am Donnerstag hat die Firma tatsächlich zwei Stahlteile an Heiko Eggers von der Fuhler Dorfgemeinschaft übergeben. Nun liegen sie übergangsweise auf dem Hof von Krügers Baufachzentrum in Hessisch Oldendorf.

Jedes der beiden Teile wiege etwa 2,2 Tonnen, weiß Eggers. Demnächst will er zusammen mit der Dorfgemeinschaft und der Verwaltung überlegen, wo die Brückenüberreste am besten zur Schau gestellt werden könnten.

Bei den Elementen handelt es sich um die Verbindungsstücke, an denen der „Fahrbahnteil“ und der Bogen eine Art Winkel bilden. Die Arbeiter haben die Stücke an der Fuhler Weserseite von dem Bauwerk abgetrennt.

Eggers kann sich gut vorstellen, diese Erinnerung an die alte Brücke links und rechts entlang des Fahrradweges in Richtung Weser aufzustellen. „Damit man einen Eingangscharakter damit schafft,“ erklärt er. Mit dem Erscheinungsbild der Zuschnitte ist er sehr zufrieden, denn der „Brückencharakter“ sei daran gut erkennbar.

Doch worin besteht eigentlich der Sinn dieser Aktion? Historisch sei die Flussquerung für Fuhlen schon immer bedeutsam gewesen, meint Eggers. Schließlich führt der direkte Weg in die Kernstadt über den Fluss, deshalb hätten die Brücken und Fähren stets eine große Rolle für das Dorf gespielt. Das wollen die Fuhler durch die Aufstellung der Brückenteile nun ins Gedächtnis rufen. Bis zum Frühjahr werde man einen geeigneten Platz für die Teile gefunden haben, sagt Eggers.



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